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Zukunftsaussichten …

Dein Wille Geschehe

Na, wie waren Weihnachten, Neujahr, der Urlaub und die Ferien? Haben Sie alles gut überstanden? Ist die Urlaubswäsche schon gewaschen, die Bilder vom Strand im Computer drinnen, das Hirn wieder auf Arbeitsmodus eingestellt, damit uns der „normale“ Alltag wieder hat? Für mich klingt das nach wie vor ziemlich ungewohnt. Irgendwie bekomme ich Weihnachten und Neujahr und dann gleich die große Urlaubszeit nicht so richtig zusammen. Es klingt für mich immer noch sehr komisch und auf den Kopf gestellt, aber wir sind ja „down under“!
Für mich ist der Anfang eines Jahres immer sehr spannend. An Silvester hab ich mir heuer beim Feuerwerk an der Harbour Bridge gedacht: „Was wird das Jahr wohl so bringen? Wie wird mein Leben am 31. Dezember 2009 ausschauen, wo werden wir als Gemeinde sein? In welchen Situationen werde ich Gottes unbegrenzte Möglichkeiten dringend brauchen, weil meine kleinen „Dirk-Fähigkeiten“ einfach nicht ausreichen und gut genug sind?
In solchen Momenten würde ich immer mal gerne in die Zukunft schauen wollen und würde gerne wissen wollen, wie mein Leben so in einem Jahr, in 5, 10, 20 oder 30 Jahren wohl aussehen wird.
Ein Jahr pausieren könnte ich mir mal ganz gut vorstellen, damit ich vielleicht wieder das Gefühl habe, bei mir selber zu sein. Einfach nur mal länger Zeit haben, um alles so richtig in Ruhe zu überdenken, alles zu ordnen, was mich beschäftigt.
Tja, und in 30 Jahren müßte ich als Rentner nicht mehr so früh aufstehen wie heute, hätte sicher keinen Terminkalender mehr, der meine Lebenszeit bestimmt und mit dem ich mich innerlich immer mal wieder streite! Arbeiten gehe ich nicht, um meine Brötchen zu verdienen, sondern nur noch aus Spaß und Freude am Predigen und am Gottesdienst feiern.
Und natürlich stelle ich mir auch mehr und mehr die Frage nach meinem Lebensabend. Wie wird mein Leben aussehen wenn ich 90 bin (was ich ja werden will)? Wie jeder stelle ich mir vor, so wie einige aus unserer Gemeinde, im Alter fit, gesund und geistig rege zu sein, bis zuletzt, bis zum Tod.
Aber was kommt danach? Ich kann mir nicht vorstellen, daß danach alles aus ist und nichts mehr von mir bleibt. Ein Leben mit Gott, der meine Seele festhält zwischen Zeit und Raum, über den körperlichen Tod hinaus – so stelle ich mir meine Zukunft auch von Ostern her vor.
Gott hat Jesus von den Toten auferweckt. Schwer vorzustellen und unmöglich zu beweisen. Für mich muß das aber auch gar nicht bewiesen werden, denn mein Leben wäre eine verdammt kurze Episode, wenn ich mir dieser Zukunft nicht gewiß wäre.
Ich wünsche Ihnen allen eine von Gott gesegnete, österliche Zeit mit vielen guten Gedanken und Menschen, die Ihnen gut- tun.
Ihr Dirk Wnendt

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