1

Pastorin Daniela Konrädi und Tochter Teje kommen heute an

Pastorin Daniela Konrädi und Tochter Teje kommen heute in Sydney an. Aus diesem Anlaß veröffentlichen wir ihren Artikel aus der Kategorie “Angedacht …” aus den letzten Kirchlichen Nachrichten:

Liebe Gemeinde in Sydney,
spätestens im Laufe des August werden wir uns persönlich kennenlernen können. Wir werden gemeinsam Gottesdienst in Chester Hill oder in der Martin Luther-Kirche in der Stadt feiern oder wir werden uns in den diversen Gemeindegruppen sehen.
Dann werden Teje und ich endlich bei Ihnen sein und Sie haben die Möglichkeit, uns einige persönlichere Fragen zu stellen.
Doch hier und heute (neben dem, was ich bereits in meiner Vorstellung zur Bewerbung geschrieben habe) nur einige kleine Notizen zu meinem Leben.
Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in Rostock. Mein Abitur machte ich in Potsdam und die ersten Studienschritte unternahm ich in Leipzig. Weil ich damals nur als Gasthörerin studieren durfte, arbeitete ich als Straßenbahnfahrerin bei den Leipziger Verkehrsbetrieben. Ich fuhr eine Tatrabahn – ein echtes Ungetüm.
In jenen Jahren wurde ein Sohn, Maximilian, genannt Max geboren. Heute ist er 22 Jahre alt und studiert an der Universität Hamburg Informatik und Mensch-Computer-Interaktion. Er hat sich entschieden, sein Studium in Hamburg fortzusetzen und wird uns daher nicht nach Sydney begleiten. Schon jetzt freuen wir uns darauf, dass er uns in „down under“ besuchen wird.
Nachdem ich zusammen mit meiner Familie 1988, noch vor „der Wende“ aus der DDR ausreiste und in Hamburg ein neues Zuhause fand, beendete ich 1992 mein Theologiestudium, ging danach für 3 Monate nach Tansania und absolvierte bis 1996 mein Vikariat an der Christuskirche in Pinneberg – einer Kleinstadt zwischen Elmshorn und Hamburg.
1996 heiratete ich und im selben Jahr kam Teje zur Welt. Heute bin ich leider wieder geschieden von meinem Mann.
Bis 2002 war ich Pastorin im Frauenwerk im Kirchenkreis Eutin und bis 2009 im Brennpunktstadtteil Hamburg-Dulsberg. Die dortige sozialdiakonische Gemeindearbeit erforderte ein hohes Maß an persönlichem Engagement und Einsatz. Die Hauptaufgabe: Menschen beistehen, und ihnen Mut machen, ihnen nahe sein und damit zeigen, dass sie trotz finanzieller und sozialer Probleme geliebte Kinder Gottes sind, wertvoll und einmalig, wie jeder und jede von uns.
Nach sieben ereignisreichen Jahren wechselte ich dann auf eine Pfarrstelle ins Vertretungspfarramt des Kirchenkreises Hamburg-Ost und konnte dadurch die unterschiedlichsten Gemeinden im östlichen Hamburger Stadtgebiet kennenlernen. Die Gemeinde in Hamburg-Fischbek wuchs mir dabei besonders ans Herz. Hier fand ich wie zuvor am Dulsberg meine gottesdienstliche Heimat und Menschen, die mit Herz und Hand Gemeinde bauten. Wenn ich mich in diesen Tagen dort verabschieden werde, denke ich voller Dankbarkeit und Freude an die gemeinsame Zeit zurück und fühle mich mit reichem Segen auf den Weg nach Sydney geschickt.
Und so werden wir mit Freude im Herzen bei Ihnen eintreffen. Wir freuen uns auf eine schöne und erfüllende Zeit in Ihrer Gemeinde und wir fühlen uns bereits durch die unterschiedlichen Mailkontakte mit Ihnen herzlich aufgenommen.
Herzlichst
Ihre
Pastorin Daniela Konrädi

Comment(1)

  1. Antwort
    Angelika Hagedorn says

    mein Großvater Hans Hagedorn, erster Pfarrer in Dulsberg, würde sich freuen, dass eine Nachfolgerin nun in Sydney wirkt!

Kommentar veröffentlichen