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Gideons berichteten über ihre weltweite Arbeit

Am Sonntag, den 26. Juni 2011, hatten wir nach dem Gottesdienst einen Vetreter der Gideons International – Gruppe Sydney zu Besuch. Er berichtete uns von der weltweiten Arbeit der Gideons die Bibel kostenlos zu jenen Menschen zu bringen, die ansonsten keinen Zugang zu den Geschichten des Neuen Testaments bekommen würden. Die Gideons wurden im Juli 1899 in Janesville (Wisconsin, USA) von drei Geschäftsmännern gegründet, die als Mitglieder der protestantischen Kirchen ihres Landes das „Wort Gottes“ verbreiten helfen wollten.
Auch mehr als 100 Jahre nach der Gründung der Gideons gibt es leider noch immer viele Länder, in denen die Verbreitung des Neuen Testamentes nicht gern gesehen wird oder gar strafbar ist. Zu unserer Überraschung berichtete der Referent der Gideons, Peter, das selbst in christlichen Ländern, wie den Philipinen, in denen die katholische Kirche einen sehr traditionellen Kurs fährt, die Verbreitung der Bibel in den Landessprachen (z.B. Filipino oder Englisch) von der römisch-katholischen Kirche nicht gern gesehen wird. Gleiches galt nach Aussage des Referenten auch noch im Australien der 1950er Jahre. Umso schwerer ist es diese Missionsarbeit gar in muslimischen Ländern durchzuführen. Dabei kommt den Gideons ihre Neutralität, Internationalität und die Abkehr von jeglicher Arbeit im Untergrund zu Gute. Sie sind damit so etwas wie das „International Rote Kreuz“ in Bezug auf christliche Mission. In Australien gibt es 133 Gideon Gruppen – Camps genannt – mit ca. 2.200 Mitgliedern. Mehr über die Gideons International – Sektion Australien erfahren Sie hier.
In der anschließenden Diskussion zeigten sich neben vielen gemeinsamen Überzeugungen aber auch Unterschiede in der Auffassung wie die Bibel zu lesen/interpretieren sei. Die Gideons und auch einige Mitglieder unserer Gemeinde glauben daran, das die Geschichten des Neuen Testaments „Gottes Wort“ im wörtlichen Sinne sind. Das die Bücher und Kapitel der Bibel also dank Gottes Eingabe niedergeschrieben wurden. Dem stellte Pastorin Daniela Konrädi ein etwas anderes Verständnis der EKD entgegen, wonach Bücher, Briefe und Evangelien der Bibel im zeitlichen Kontext des Verfassers gesehen werden müsse. Beispielsweise vetrat Peter von den Gideons die Auffassung das der Apostel Johannes und der Evangelist Johannes ein und die selbe Person sind. Dem widersprechen wissenschaftliche Erkenntnisse über die Datierung des Johannes Evangeliums, wonach gefundene Papyrusfragmente aus der Zeit 100 n.Chr. stammen (siehe auch hier). Welche Auffassung man auch immer vertritt, alle Teilnehmer waren sich einig, daß Gott uns über die Bibel ansprechen und erreichen möchte mit dem Ziel unser Leben an christlichen Werten auszurichten.
Wir dankten Peter für seinen Vortrag und wünschten ihm und seiner Organisation weiterhin viel Erfolg bei ihrer Missionsarbeit.

Comment(1)

  1. Reply
    Bernhard Voigt says

    Liebe Gemeinde in Sydney
    Es ist erst 3 Wochen her, seit wir bei euch waren und Daniela hat mir so nebenher auch vom Besuch der Gideons in eurer Gemeinde berichtet. Jetzt lese ich den Bericht von Mathias Burbach und möchte ein paar Worte dazu sagen, da wir, Margrith und ich auch Mitglieder der Gideons International sind.
    Das soll keine Kritik an meinem Bruder in Sydney sein aber ein Weg, solche Diskussionen zu vermeiden.
    Wir Gideons sind ja alle aktive Mitglieder unserer Gemeinden und somit deren verlängerter Missionsarm. Die Gideons wollen und sollen durch ihr Leben ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus sein. Unser Ziel ist: Menschen für Jesus zu gewinnen. Deshalb geben wir Gottes Wort weiter. Es kommt nicht leer zurück, so ist es in Jes. 55,11 zugesagt.
    Wenn wir in die Gemeinden gehen, sollen wir nur darüber berichten, was wir als Gideons tun und wie wir Gottes wirken erleben (Zeugnisse). Wir sollen nicht evangelisieren oder predigen, das sind Aufgaben der Pastorinnen und Pastoren.
    Wenn wir Gideons und Gideonfrauen daran halten, können wir solche Diskussionen vermeinden.
    Mit lieben Grüssen aus der Schweiz von den Gideons Bernhard und Margrith Voigt

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