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Singe, wem Gesang gegeben …

… und wer’s nicht kann, der singt daneben!

“Habt ihr Lust, mit dem Cäcilien Chor in Tanunda beim Sängerfest mitzusingen?” fragte Herman Simon uns vor etlichen Monaten. Tanunda – Barossa Tal – Weingüter – das war für mich der springende Punkt – für Hermann, Christa, Ilse, Ingeborg und Walburg mögen die Überlegungen etwas anders ausgesehen haben – die können nämlich singen! Nach Wochen mit Proben und Anproben (der Cäcilienuniform!) reisten wir am Freitag, den 30. Sptember in Adelaide an. Der Minibusfahrer machte aus der Fahrt eine kleine Sightseeing Tour – und wies in jedem Dorf auf die – meist deutsche – Bäckerei!
Am Samstag wurde es dann Ernst – nach dem Soundcheck, den Showbags, einer letzten Unterweisung hinsichtlich des Auf- und Abtretens von der Bühne und einem Imbiss (für sehr geduldige Schlangensteher!) fing das Konzert um 12.30 Uhr an. Nach offizieller Begrüssung und launiger Vorstellung der einzelnen Chöre, die von Perth bis Brisbane kamen, lief das Programm ab. Volkslieder, Lieder auch aus der klassischen Sparte und sogar der eine oder andere amerikanische Hit machten den Nachmittag zu einem Ohrenschmaus. Unser Chor machte das Schlusslicht mit “An Giulietta” (Beethoven/Kemmerer) – einem Lied, das unter die Haut ging.
Um 19.30 Uhr war dann das grosse Abendessen – in der Tanunda Show Hall – und wer hochhackige Schuhe angehabt hat, wird sich noch lange an den Bodenbelag erinnern – feinen Kies. Aber zum Glück gab es eine Parketttanzfläche für alle, die das Tanzbein schwingen wollten – und deren gab es viele! Die Lose wurden gezogen und zwei Gewinne gingen nach NSW!
Bei unseren Erkundungsspaziergängen durch Tanunda hatten wir natürlich auch eine lutherische Kirche – St Paul –  direkt an der Hauptstrasse entdeckt – nur sollte der Gottesdienst schon um 8.45 Uhr anfangen. Kein Problem – wir waren dabei. Die Kirche war gut besucht, Liturgie und Predigt auf Englisch und hinterher bei einer Tasse Tee oder Kaffee und Keksen wurde wir herzlich begrüsst und  ausgefragt.
Um 14.30 Uhr fand dann das zweite Konzert statt, das von den versammelten Chören mit den Nationalhymnen und zum Abschluss mit “So ein Tag” und “Heimat”umrahmt wurde.
Zum Abendessen verabredeten sich verschiedene Gruppen für verschiedene Restaurants – wir landeten im Tanunda Pub am grossen Tisch und unterhielten die anderen Gäste mit mehrstimmigen Trinkliedern (ob zu deren Ergötzen oder nicht, weiss ich nicht).
Montag war beim Brunch der offizielle Abschied und es gab ein paar Sondereinlagen der Tanunda Liedertafel zur allgemeinen Belustigung. Unser Minibus kam und nach einer schnellen Tour durch die Umgebung, einem Kurzbesuch auf Maggie Beer’s Pheasant Farm und einem Weingut brachte er uns zurück zum Flughafen.
Fazit: Ein gelungenes Wochenende, neue Freundschaften geschlossen, viel Spass gehabt, viel gesehen. Ein grosses Dankeschön and Jimmy und Eckhardt (Klavier und Dirigent), Hanni und Walburg für Planung und Reservierungen und alle Liedertafeler für die Organisation des Sängerfestes.

Comment(1)

  1. Reply
    Dietrich Rehnert says

    Deine Berichte, liebe Isabell, sind immer witzig und interessant. Ich erlebte ein indirektes Dabeisein.
    Dietrich

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