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A Cappella in der Kirche

Ensemble Nobiles

Nur noch Stehplätze in der Kirche – an einem Dienstag im März? Der festliche Tisch links im Eingang mit weißer Decke und vielen Gläsern darauf deutete schon daraufhin, dass hier etwas Besonderes geschehen würde: das Ensemble Nobiles sang eine deutsche Messe. Fünf junge Männer – ehemalige Thomanerchorsänger auf Konzertreise durch Australien – beehrten uns mit ihrem Besuch und ihrem Vortrag.

Die Messe basiert grösstenteils auf der Deutschen Messe Franz Schuberts – aber mit einigen Variationen. Frühere (Josquin des Prez (1450-1521), Vincenzo Ruffo (1508-1587), William Byrd (1543-1623), Pierre de la Rue (1460-1518) und spätere (Peter C. A. Cornelius (1824-1874), Francis Poulenc (1899-1963), Erhard Mauersberger (1903-1982), Hugo Distler (1908-1942) und ganz moderne (Fredo Jung (1949 -), Georg Christoph Biller (1955-), Peter Karl Wolfgang Berg (1990-) und Paul Heller (1991-)) Komponisten wurden mit eingeschlossen und das Ganze umspannte harmonisch die Jahrhunderte. Die Stimmen der fünf „Men in Black“ergänzten sich wunderbar, und das „Wessobrunner Gebet“, das sie im Altarraum verteilt sangen, klang dadurch noch eindrucksvoller, weil der Raum den Gesang anders projizierte.
Langer Applaus zum Abschluss belohnte die Sänger, ein Gläschen Sekt erfrischte die Stimmen und die „Kollekte“ am Ausgang half ihnen hoffentlich „auf dem letzten Teil der Reise“ (frei nach Ringelnatz).

Herzlichen Dank an das Ensemble Nobiles, Herrn Hans Schröder aus Melbourne, der die Verbindung hergestellt hatte, Inez und Heidelies, Bruce und Thomas, die für Blumen, Knabbersachen und die Flaschen mit den knallenden Korken gesorgt hatten.

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