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These 37: Jeder wahre Christ … hat an allen Gütern Christi und der Kirche teil; Gott hat sie ihm auch ohne Ablaßbrief gegeben.

Beim letzten Treffen des Lutherlese-Kreises am Freitag, den 4. März 2016, haben wir uns mit dem berühmt-berüchtigten Ablaßstreit und Luther 95 Thesen von 1517 befasst. Wir haben uns sehr gefreut ein paar neue Gesichter begrüssen zu dürfen, wobei uns Tilmann darauf hinwies, dass an diesem Abend die Luther-Angels mit vier Personen sehr stark vertreten waren!

Zum Eingang stimmte Pastor Thomas Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“ (EG 362) an, die „Marseiller Hymne der Reformazion“ wie Heinrich Heine sie noch 1834 nannte. Die anschliessenden Diskussionen waren wie bei unserm ersten Treffen recht lebendig und vor allem dank Thomas‘ reichem Wissensschatz sehr lehrreich.

Unter anderem haben wir uns näher angeschaut, welche Strafen die damalige Kirche für die Buße der Christen vorsah und welche Rolle der Ablass hier spielte. Es war auch hilfreich, noch einmal darauf einzugehen, warum wir Christen eigentlich Buße tun sollen. Was den Ablaß selbst angeht, stellte Luther in seinen Resolutionen zu den Thesen klar, daß er als Erlassung von heilsamen Strafen und echter Genugtuung nicht notwendig, nicht geboten und auch nicht wirksam sei (siehe oben, These 37).

Auch konnten wir abschliessend die Umstände klären, unter denen die damalige Kirche eigentlich in den Besitz jenes reichen Schatzes gekommen war, aus dem sie ihre Ablässe für die armen Seelen schöpfte und wohin (und auf welchen Wegen) die gewaltigen Einahmen aus ihrem Verkauf letztlich flossen.

Zum Abschluss des Abends haben wir wie beim letzten Mal nach „getaner Arbeit“ noch gemeinsam Luthers Abendsegen gebetet.

Vielen Dank an alle, die zu diesem gelungenen Abend beigetragen haben – insbesondere auch an die Damen, die uns mit einer erlesenen Auswahl an Früchten. Knabberzeug und Getränken versorgt haben!

Der LLK trifft sich wieder am 1. April 2016 um 19:00 Uhr, wie gehabt in der Lutherstube.

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