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Luther Angels erkunden die Dirtroad von Mt. Irvine nach Bilpin

Endlich abgehakt – die Dirtroad Mt. Irvine nach Bilpin oder umgekehrt

Den 22.03.2016 hatten drei Luther Angels für die ewig geplante doch nie verwirklichte o.g. Herausforderung auserkoren, doch die Aktivität begann eigentlich schon am Tag und Abend davor indem wir ständig die wechselnden Wettervorhersagen am Internet verfolgten.
Regen war angesagt oder doch vielleicht heiter bis wolkig. Nein, vornehmlich in Küstennähe sollte es regnen. Spätere Verlautbarungen verlagerten dann eine 30 prozentige Chance in die Blue Mountains (die ja unser Zielgebiet waren), die dann nochmal auf 50% Regenwahrscheinlichkeit angehoben wurde. Zu nächtlicher Stunde jedoch hieß es dass es wohl lediglich in Sydney am Morgen regnen sollte, vielleicht aber auch am Abend und evtl. auch in den Blauen Bergen.
Eine nicht untypische Sydney Wettervorhersage also, die uns alle mit gemischten Gefühlen (wer fährt schon geht im Regen noch dazu auf unbefestigten Strassen) zu Bett gehen ließ.
Doch dann kam alles ganz anders … ein strahlender Tag weckte uns uns und erquickte unsere Motorradfahrerseelen und wir gingen frohgemut und mit einem neuen Enthusiasmus auf die Tour.
Treffpunkt war wie so häufig der Park in Windsor (gleich hinter der Hawkesbury Brücke links) und von dort fuhren wir Über Freemans Reach zur Bells Line of Road, die ja – wenn man die Blauen Berge durchqueren möchte – eine schnelle weil nahezu ampelfreie Alternative zum Great Western Highway darstellt.
Im Gegensatz zu den meisten unserer Touren waren diesmal nicht Hunderte von km und kurvenreiche Strecken angesagt, sondern lediglich die Erkundung (und hoffentlich Befahrbarkeit) dieses ‚Trails‘ zwischen Bilpin und Mt. Irvine. Also mal eine relativ kurze Strecke die uns zeitlich nicht unter Druck setzte was auch insofern vorteilhaft war weil einige von uns bereits wieder am Nachmittag in Sydney sein mussten.

Coffee in Bilpin Peter Tilmann Julian
Diesen Zeitvorteil nutzten wir in Bilpin zum ausgiebigen Morgenkaffee und anregender Diskussion über die gegenwärtige politische Situation und andere Themen und genossen die wärmende Morgensonne.
Einige Kilometer hinter dem Ort bogen wir dann rechts auf die Mt. Irvine Road ab – gespannt auf das was uns nun erwarten würde.

Bilpin Mt Irvine Road
Doch nach 1-2 Kilometern schien bereits das Ende unserer Fahrt gekommen zu sein – der Weg war unüberwindbar blockiert, kombiniert mit der beschilderten Aussage das eine Weiterfahrt nicht möglich sei.

Bilpin Mt Irvine Road view
So entschieden wir uns die Auskundschaftung vom anderen Ende –also von Mt Irvine aus- zu versuchen. Zurück also auf die Bells Line of Road und weiter bis zum Abzweig nach Mt. Wilson.

Mt Wilson Mt Irvine Road
Eine angenehm kurvige von Bäumen gesäumte Asphaltstrasse führte uns in die kleinen Ortschaften Mt. Wilson gefolgt von  Mt Irvine.
Welche Oasen der Ruhe und des satten Grüns, der stellenweise regenwaldähnlichen Vegetation, der paradiesisch anmutenden Baumfarne und der vielen Laubbäume von denen sich einige bereits mit den ersten Farben des Herbstes schmückten. Wir waren alle sehr angetan.

Mt Wilson Road Julian
Mt Wilson palms
Ja und dann –endlich- am Ortsausgang von Mt Irvine begann das Abenteuer. Auch hier wieder eine Betonhürde und ein Schild dass die Weiterfahrt untersagte, doch diesmal gab es eine Möglichkeit sich dran vorbei zu schlängeln.
Die nächsten Kilometer waren äußerst abwechslungsreich.

Mt Irvine to Bilpin Road 2
Ein Pfad der erst recht befahrbar war, offerierte doch dann einige schwierigere Passagen, sei es in Form von matschigen Stellen oder größeren Pfützen, von tiefen Längsrinnen oder Blattwerk und Ästen die wir mitunter erst aus dem Weg räumen mussten.

Mt Irvine to Bilpin Road bikes Peter Julian fallen trees
Mt Irvine to Bilpin Road
Ein etwas rutschiger Untergrund brachte sogar unseren erfahrensten Mitfahrer zu Fall, doch sowohl er als auch  das Motorrad blieben schadlos.

Mt Irvine to Bilpin Road fallen tree Peter
Da wir  wussten dass wir am anderen Ende ohnehin nicht rauskommen würden, galt es einen sinnvollen Umkehrpunkt zu finden. Einerseits genossen wir die Herausforderung der Wegstrecke, anderseits fuhren wir ja auf ‚verbotenen‘ Wegen, so dass es im Falle einer Panne oder Reifenschadens schwierig gewesen wäre offizielle Hilfe zu bekommen.

Mt Irvine to Bilpin Road bikes Peter Julian
Tilmann als professionell ausgerüsteter Navigator schlug vor bis zum Bowen’s Creek weiterzufahren, den der Trail irgendwann überqueren musste. Trotz einer Häufung von abgebrochenen Ästen und Zweigen die oftmals querbeet lagen kamen wir dann an dieses Ziel. Und wir erkannten dass die Sperrung des Weges berechtigt war, denn eine verwitterte und beschädigte Holzbrücke machte eine Flussüberquerung unmöglich.

Bowens Creek Bridge Peter Tilmann Julian
Bowens Creek Bridge Julian
Nach einer kurzen Fotopause machten wir uns an den stetig aufwärts führenden Rückweg, den wir wider Erwarten besser meisterten als gedacht.

Mt Irvine to Bilpin Road Julian
Bowens Creek Road fallen tree bikes Peter Julian Tilmann
An einem wunderschönen Aussichtspunkt in Mount Wilson legten wir dann eine Rast ein  und stärkten uns für den Heimweg.

Mt Wilson viewpoint bikes 2

Mt Wilson viewpoint Peter Julian Tilmann

Mt Wilson viewpoint
Nachtrag: Da Tilmann um 16.00 in Sydney sein musste, fuhr er auf direktem Wege während die zwei anderen Mitfahrer noch auf einen Kaffee bzw. O-Saft in Kurrajong verweilten. Das war eine gute Entscheidung, denn Tilmann hat dann doch noch der lang vorhergesagte Regen bei seiner Einfahrt nach Sydney erwischt.

Fazit  – ein wunderbarer Tag auf zwei Rädern in einer wunderschönen Gegend.

Mt Wilson viewpoint bikes

Comment(1)

  1. Reply
    Klaus Mellin says

    Es macht immer Freude über die Luther Angels ungewöhnliche Strassen, Orte und Landschaften in der Umgebung von Sydney kennen zu lernen.
    Heute schöne Grüße aus Orlando, Florida

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