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Johannisfest 2016 mit ohne mit Johannisfeuer

Am Samstag, den 18. Juni 2016, waren Johannisfest und großes Unwetter angesagt. Die eMails gingen hin und her und schließlich stand auf der Webseite der Kirche, dass das Johannisfest in seiner üblichen Form abgeblasen sei, es aber einen Gottesdienst geben würde und hinterher gemütliches Kaffeetrinken mit Tee und Kuchen. Auf vorsichtige Nachfrage nach Würstchen und Glühwein wurde angedeutet, dass man wohl ein bisschen an Vorrat mitbringen wollte.

Die Sonne schien noch, als die ersten Gemeindemitglieder anrauschten, die bisher leere Kuchentheke füllte sich schnell mit leckeren Kuchen (German women make the best tarts!), aber die sollte es ja erst später geben. Man wanderte hinüber in die Gnadenfrei Kirche und wir hörten die Geschichte von Johannes, dem Täufer, dessen Geburtstag wir ja im Voraus feierten, was man ja eigentlich nicht tut, aber dem Johannes kann ja eh nichts mehr passieren. Und ganz technisch auf der Höhe wurde die Taufe als der erste “Log in” in den himmlischen Computer beschrieben und die Konfirmation dann als der zweite, den man dann selber machte und für den kein Password nötig ist.

Kaffee, Tee und Kuchen erfreuten dann den Gaumen (der Geist hatte ja schon das Seinige gehabt) und die Kinder spielten auf der Wiese Fußball. Und immer noch schien die Sonne. Gibt es denn diesmal kein Feuer, wurde gefragt. Nein, es gibt Unwetter, war die Antwort. Unbeirrt zogen die Jungen los und sammelten Zweige und Äste, die noch vom letzten Unwetter rumlagen für den Fall, dass man doch noch ein Feuer würde entzünden können. Die Sonne neigte sich, es wurde kühler, Irmgard waltete ihres Amtes in der Küche und braute einen Kinderpunsch, den mit einem Schuss Rotwein selbst die Erwachsenen vertragen konnten und auch die Würstchen kamen zu ihrem Recht, nämlich in einem heißen Bad. Inzwischen war das kleine Häufchen Feuerholz größer geworden – Mark hatte für alle Fälle was im Kofferraum mitgebracht. Flugs wurden die Stühle im Kreis aufgestellt, Mathias holte seine Quetschkommode raus, es wurde fröhlich gesungen und zu guter Letzt kamen auch noch die – vorsichtshalber mitgebrachten – Laternen zum Leuchten.

Und das Unwetter? Das holte uns am Sonntag auf dem Gang zur Kirche ein!

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