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Zeit. Für. Dich.

Zeit. Für. Dich.

Der Gottesdienst am 30. April.

Klingelte da doch tatsächlich ein Handy im Gottesdienst? Genervt schaute man sich um, den Rüpel zu identifizieren. Aber dann stellte sich heraus, das alles ganz anders war, als man angenommen hatte.

Fangen wir doch von vorne an. Im Eingang – „Paradies“ in der Kirchensprache – bekamen die Gemeindemitglieder nicht das Gesangbuch in die Hand gedrückt, sondern ein Faltblatt und Liederzettel. Aha, dachte man, heute läuft es anders. Das Faltblatt verriet den Titel (s.o.) und dass der Gottesdienst für Jung und Alt sei. Er begann mit einer Gebetszeit – zum Sammeln und Konzentrieren der Gedanken.

Robert Ampt begleitete an der Orgel

Das klingelnde Handy war der Wecker – die Armbanduhr – die Zeitanzeige auf dem Computerschirm, die uns ständig daran erinnern, dass die Zeit vergeht – „eins, zwei, drei! Im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit“ (W. Busch) und im Wechsel riefen sich Pastorin Andrea und Pastor Thomas zu, was alles unsere Zeit beansprucht. Der Terminkalender des modernen Menschen ist voll, der Tag bis zur letzten Minute verplant.

Ein Gottesdienst für Jung und Alt

In ihrer „Ansprache“ erzählte Pastorin Andrea von einem alten Professor und seinem Experiment vor einer Gruppe wichtiger Wirtschaftsmanager – es ging um sinnvolle Zeitplanung. Mit Hilfe der Kinder in der Gemeinde wurde das Experiment uns vorgeführt. Ein grosses Glas kam auf den Tisch, etliche Steine in das Glas und dann die Frage: Ist das Glas voll? Unsere Kinder waren cleverer als die Bosse und meinten „Nein!“ Dann kamen ganz viele kleine Schneckenhäuser in die Hohlräume um die Steine, gleiche Frage, gleiche Antwort. Aus einem anderen Glas wurde nun Sand hineingekippt – und dann passte sogar noch Wasser in das Glas!

Steine, Schneckenhäuser, Sand und sogar noch Wasser

Und die Moral von der Geschichte: man packe zuerst die wichtigen Dinge im Leben in das Glas: Familie, Gesundheit, Freunde – Zeit für uns, Zeit für Gott. Sonst verzettelt man sich in den Kleinigkeiten und hat für die „grossen Steine“ keinen Raum mehr. Möge Gott uns helfen, es auch so zu tun.

Wir danken Suzanne Scheidl für die Fotos.

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