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Dreitagefahrt der Luther Angels

Am 20. Mai trafen sich zwei Luther Angel zu einer Dreitagefahrt in Maroubra. Olivier und Tilmann machten sich nach Woollongong auf und erreichten dort zunächst den Sublime Point Lookout.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter zum Mittagessen in Goulburn. Das tat sehr gut, erfrischt zu werden, denn ab jetzt waren recht schwierige schnörkelige Dirt Roads angesagt. Nach Yass erreichten wir Wee Jasper, wo wir den Murrumbidgee Fluß überquerten. Dann ging es Richtung Tumut auf tollen Sandstraßen durch Wälder hindurch.

Manchmal gab es kleine Überraschungen, aber es machte viel Spaß!

Vor Tumut gab es nochmal eine Pause, um die Aussicht zu genießen (siehe oben). Wir bekamen eine nette Unterkunft in Tumut,

Tag 1 auf Google Maps

… und machten uns am nächsten Morgen nach dem üblichen Kettennachspannen (nur für mich natürlich als Nicht-GS-Fahrer…) in der Morgenfrische auf in die Berge Richtung Adaminaby. Am Black Perry Lookout gab es wieder mal einen prächtigen Ausblick.

Vor Kiandra bogen wir von der guten Teerstraße ab, und ab da ging es wieder auf Dirt Roads weiter zum Tatangara Reservoir. Der Port Phillip Fire Trail hielt uns ganz gut auf den Rädern beschäftigt. An dem Campsite gab es eine richtig typische ‚Aussie Dunnie’.

Danach wurde es richtig mystisch nebelig und bot uns eine wunderbare Ansicht. Der Nebel lichtete sich dann recht schnell. Dann stießen wir bei dem Tatangara Reservoir auf Brumbies, die neben uns her galoppierten! Wir erreichten einen alten Schuppen mit einer Dampfmaschine, die schon vor langem bessere Tage gesehen hatte.

 

Olivier bot an Motorräder mal zu wechseln, und weil die Straßen bisher wirklich ganz gut gewesen waren, nahm ich das Angebot dankbar an. So eine schöne 2014 BMW GS 1200 fahren zu dürfen, war für mich was ganz Besonderes, und auch Olivier freute sich über meine leichte 21 Jahre alte Honda Dominator NX650 mal als kurze Abwechslung. Wir kamen ganz gut zum Currango Homestead, aber da verließen uns die guten GPS Wegweiser. Die vorgeschlagene Straße gab es nicht wegen Bauarbeiten, und wir mussten einen Umweg machen, leicht erklärt von dem National Park Ranger. Und so befanden wir uns recht schnell auf dem sogenannten Holzweg. Wir kamen nicht richtig vorwärts und fanden uns auf diversen kleinen Schleichpfaden, die alle nirgendwo hinführten.

Auf einmal rutschte die GS auf einer flachen Straße mit Matsch einfach unter meinem Po weg, zum großen Erschrecken von Olivier.

Zum Glück kam ich recht unverletzt mit einem Schrecken davon, von dem ich mich erstmal erholen musste. Wir tauschten Motorräder, aber das half auch nicht so viel. Noch ein weiteres Mal fiel auch Olivier hin, aber dann fanden wir endlich zum großen Glück andere Camper in 4WD Autos, die gerade auf den richtigen Weg fahren wollten. Ab dann war es unkompliziert.

Es ging am Tatangara Reservoir entlang zur Staumauer. Nach 20 weiteren Kilometern waren wir wieder auf der Teerstraße nach Adaminaby, wo es ein wohlverdientes Mittagessen gab.

Nun zeigte Oliviers GPS, das auf ‘Abenteuermodus’ eingestellt war, eine kleine alternative Straße Richtung Cooma, die ‘Dry Plains Road’. Wir tauschten wieder Motorräder und nun ging es auf sehr schönen Straßen durch die Landschaft. Der Cooma Bridle Creek war aber dann doch eine etwa unerwartete Überraschung. Es war enorm tief an der Überquerungsstelle, und wir mussten uns ganz schön anstrengen, bevor wir eine bessere Alternative weiter flussabwärts fanden.

Kurz danach kippte Olivier auf dem Matsch ein drittes Mal um. Recht anstrengend! Nachdem wir in Cooma getankt hatten, ging es auf der wunderbaren Myalla Road Richtung Süden weiter. Von dort hat man einen guten Ausblick zu den Bergen hin, einschließlich dem Mt Kosciosco.

Es wurde langsam dunkel und als wir in Nimmitabel ankamen, merkten wir, dass wir es nicht mehr das Plateau herunterschaffen würden Richtung Narooma. Wir suchten uns deshalb in Nimmitabel eine Unterkunft, die wir beim Royal Arms fanden. Dort waren sehr nette Gastgeber die 8 Kinder hatten. Unsere Motorräder wurden neben einem Klavier abgestellt und von Gänsen bewacht.

Tag 2 Route auf Google Maps

Nach einer wohlverdienten Nachtruhe gab es ein riesiges Frühstück, und so machten wir uns bei sehr winterlichen 4 Grad C wieder auf. Unser Gastgeber hatte uns gute Ratschläge gegeben, was die Straße angeht, die vom Kybeyan Plateau die steilen Felswände vom Wadbiliga National Park ins Tuross Tal heruntergeht. So waren wir guter Zuversicht als wir losfuhren.

Kurz hinter Kybeyan gab es gleich die erste Herausforderung, den kleinen Tuross Fluß zu überqueren. Das war aber noch nicht das Ende, und es gab noch einige recht große Pfützen zu meistern.

Nach dem Aussichtspunkt ging es richtig steil an der Felswand entlang bergab. Schließlich kamen wir wohlbehalten im Tal an. Weitere Flussüberquerungen waren weniger anstrengend. Eine unmögliche Situation kam etwas unerwartet, denn die GPS Karten zeigten eine ganz normale Tuross-Fluss-Überquerung. Der Fluss war jetzt im Tal so riesig, dass selbst ein 4WD es nicht geschafft hätte. Wir waren so schockiert, dass ich vergaß, ein Foto zu machen! Wir kehrten um und nahmen einen Umweg nach Nimmitabel. Dort ist ein Polizistendenkmal, das einen kleinen Schreibfehler hat

Nach Moruya ging es ins Deua Tal, das im Abendlicht wunderschön war.

Hinter Braidwood wurde es langsam dunkel. Recht müde kamen wir nach 580 km an dem Tag in Sydney wieder an.

Tag 3 Route auf Google Maps

Kommentar ( 1)

  1. Reply
    Grant (& Diane) Walkersagt

    Hi. Came across this travellog and was thrilled to hear of your mention of our B&B in Nimmitabel where you stayed. I didn’t realise you had to detour to Nerrigunda;(NB: the locality mistake in your writing) because of a high Tuross R crossing.
    Bless your travels & God favour your work. You are welcome back anytime. God Speed!
    Grant Walker.

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