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Wie es einmal anfing (das Reisen)

Der Bote der ersten Nachricht war einer unserer Englischlehrer.  Er verlas in den oberen Klassen die Ankündigung, dass man in den Sommerferien einen vierwöchigen Schüleraustausch mit einer englischen Oberschule in Bath organisieren werde. Bath war Patenstadt von Braunschweig. Pro Schule werde ein Schüler ausgewählt werden.

Ich gab mir wenig Chancen, hatte mir der Oberstudiendirektor doch bei einer anderen Gelegenheit “Prügelsuppe” anstelle von Freimilch versprochen.

Niemand in unserer Schule außer mir wollte nach Bath. Der nötige Reisepass traegt das Datum 18. Juni 1953 und sieht eher schäbig aus. Das englische Visum war unproblematisch, für die Zugfahrt durch Belgien  war ein Transitvisum einzuholen. Die Bank erlaubte uns 4 Pfund und zehn Shilling Devisen. Banker-Vater Erich schickte 10 Shilling mit der Post (und hatte sich damit strafbar gemacht).

(Fortsetzung folgt)

(Luftaufnahme des Royal Crescent in Bath über Wikimedia Commons)

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