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Die fahrende Beule (2)

Meine Reise nach Griechenland und in die Türkei im Jahr 1958 hat inzwischen die jugoslawische Grenzstation erreicht. Zwei amerikanische Strassenkreuzer wurden gerade abgefertigt.  Mein 72 Stunden gültiges Transitvisum war auch gestempelt worden. Dem Chevrolet und dem Buick waren vier finstere Gestalten entstiegen. Dann kam der wirkliche Knüller. Ein  Opel-Rekord ohne Windschutzscheibe und mit eingedrücktem Dach fuhr vor. Der Fahrer fiel aus dem Wagen, nachdem er sich einige Male gegen die Fahrertür geworfen hatte, die dann schließlich aufplatzte. Den Fahrer schaute ich mir an: mit dem linken Auge schaute er ganz nach rechts, mit dem anderen umgekehrt. Später in Jugoslawien erfuhr ich, man hatte mich zum Mitfahren eingeladen, dass er in Österreich das falsche Auge in der richtigen Kurve benutzt hatte – oder auch umgekehrt.

Der begonnene Regen durch die fehlende Windschutzscheibe wurde vom Fahrer Arshan mit meiner Sonnenbrille bekämpft, mein Regencape half auch etwas. Die fünf finsteren Gestalten gehörten zusammen. Reiseziel war das heimatliche TEHERAN.

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