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EKD Auslandspfarrkonferenz 2018 in Bad Boll

„Mit Gott Staat machen“

EKD Auslandspfarrkonferenz 2018 in Bad Boll

Rund 70 Pfarrerinen und Pfarrer aus aller Herren Länder kamen zur Auslandspfarrkonferenz in Bad Boll zusammen: Ein bewegendes Ereignis!

Die Konferenz wurde mit dem Begrüßungsgottesdienst eröffnet, in dem der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, die Predigt hielt – ein leidenschaftliches Plädoyer für unseren Auftrag als Christinnen und Chirsten, Nächstenliebe und Versöhnung in dieser Welt zu leben.

Die Konferenz war ein geistliches Auftanken – durch die Gottesdienste und die Andachten, die wir gemeinsam gefeiert haben. Und es war eine Fortbildung, bei der wir uns auseinander gesetzt haben mit Themen wie „Gott und Staat“, „Demokratie im Wandel? – Welche Kräfte gefährden die Demokratie?“ und „Welche Funktion kommt dabei der Kirche, bzw. Christinnen und Christen zu?“ Dazu konnten wir verschiedene Vorträge hören, z.B. von Professor Thomas aus Bochum, der in seinem Vortrag dafür plädoyierte, sich stärker mit der konkreten Umsetzung des Gebotes der Nächstenliebe auseinander zu setzen: Wie können wir denn, wenn die Nächstenliebe nicht an den Staatsgrenzen aufhört, ganz konkret dafür sorgen, dass unserem Nächsten in Not geholfen wird. Er stellte auch die Frage, ob wir, wenn wir es ernst meinen mit dem Gebot der Nächstenliebe, nicht allesamt auf unsere Pensions- und Rentenansprüche verzichten müssten, um den Menschen in Not zu helfen. Oder anders ausgedrückt: Wie verhalten sich Gesinnungsethik und Verantwortungsethik zu einander? Lebhaft und ermutigend in Erinnerung ist mir auch der Bericht von Bischöfin Petra Bosse-Huber, die uns von dem erzählte, was sie gerade in der weltweiten Ökumene erlebt.

Hinzu kamen verschiedene Workshops, zwischen denen wir als Pfarrerinnen und Pfarrer wählen konnten: Konfirmandenarbeit, Liturgische Präsenz, Spiritualität, Musik,  – das Angebot war vielfältig. Auch ein kulturelles Highlight war dabei: Die christliche Sängerin Judie Baily war für ein Konzert eingeladen. Von ihr ist u.a. das Lied „Jesus in my house“, was auch wir manchmal im Gottesdienst singen.

Als besonders wertvoll habe ich den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen empfunden, sowie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EKD.

Es waren tolle, ermutigende, lehrreiche und beflügelnde Tage:  ein herzliches Dankeschön an die EKD, dass sie uns zu dieser Fortbildung eingeladen hatte!

Kommentar ( 1)

  1. Reply
    Angelikasagt

    Kein Pastor, keine Pastorin sollte auf Pensionsansprüche verzichten. Es wäre schon gut, wenn sie einfach auf ihre Mitmenschen eingehen. Leider kenne ich nur wenige, die das tun.

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