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Boys own adventure

… oder „Wir halten uns gegenseitig den Rücken frei!“ oder „Zwei Männer in einem Polo“

Diese zwei Männer – der eine mit, der andere ohne Bart – machen schon seit Jahren gemeinsam Ausflüge in die große, weite Welt und zwar abseits der üblichen Touristenstrecken. So packte sie vor Kurzem wieder einmal die Wanderlust. Wohin sollte es gehen? Nach Afrika, genauer gesagt nach Namibia.

Am Donnerstag, den 12. Mai 2016, kamen wir in der Martin-Luther-Stube in den Genuß der Sesselreise durch Südafrika und Namibia “erfahren” und erlebt von Hartmut Koenig und Peter Rengert. Die Reise begann mit einem Blick aus dem Flieger auf die 5000 km entfernten  Eisberge der Antarktik, die man vor  dem Anflug auf Afrika soll sehen können (ich konnte nicht, aber das lag wohl an meinen Augen).

Hartmut
Als Erstes mieteten die Abenteurer sich einen Wagen. Nun weiß jeder belesene Entdecker, daß man zum Tropenhelm und Safarianzug zumindest einen Landrover braucht. Die Beiden nahmen die Sparversion – einen VW Polo Turbo. Dann ging ihre Abenteuerreise „erst richtig los“, im Eiltempo fuhren sie durch Botswana  ins faszinierende Land  Namibia“, wie Hartmut erwähnte. Die Bilder von Johannesburg und den doch sehr ärmlichen Vororten der Stadt erinnerten an die turbulente Vergangenheit des Landes.

Temperatur
Ihr erstes Ziel war Etoscha Nationak Park, wo ihnen die großen und vielen kleine Tiere und Vögel des Kontinents begegneten:  wir sahen einen Babyelefanten, der fast im Matsch versank und per Rüssel gerettet wurde und offensichtlich sehr froh war, wieder festen Grund unter den Füßen zu haben, um mit neuer Kraft, eine Giraffe zu verjagen;
einen SEHR großer Opa-elefant (vielleicht), der den Polo zum Glück nicht als Schemel benutzen wollte und  wilde Tiere, die trotz karger Landschaft, ohne einen Grashalm, gut ernährt aussahen.

Auch viele kleinere Viecher waren nicht sicher vor Hartmuts „Canon“: z.B. eine langbeinige Ameise, Erdmännchen, kleine Echsen, Dünen-Geckos und – Käfer, und ein Skorpion …  auch wurden sie vor einer Boa Constrictor gewarnt, die ihnen aber nicht auf dem dunklen Zeltplatz begegnete!

Über mehr oder weniger gute Straßen durchquerten sie das Land. Doch da die für sie interessanteren Plätze fast nur über Schotterstraße zu erreichen waren, handelten sie sich einige Pannen ein – ja, sie suchten das Risiko.  Wir sahen Wüstenlandschaften, eine sogenannte Mondlandschaft, fantastische Felsstrukturen, ….. und dann die berühmten Dünen von Sossusvlei mit ihren unterschiedlichen Farbschattierungen. Sogar Felsenbilder aus Urzeiten, die die ‚Großen Fünf ‚ darstellen, konnten die beiden bewundern.  Die “Nebelküste” machte ihrem Namen alle Ehre und ruinierte die Fotos unserer Weltenbummler – nein, nicht ganz, die Wracks einiger gestrandeter Schiffe waren kurzzeitig  klar zu sehen, die dem Kuestenstreifen den traurigen Namen “Skeleton Coast” geben.

Um sich von den Strapazen etwas zu erholen, mußten die beiden ab und zu auch einmal einige originelle und bequemere B&Bs mit dem Zelt tauschen, um bei einem Glas Bier mit neuen  Freunden Erfahrungen auszutauschen. „Bier wurde nur wegen der Hitze getrunken“, so betonten Hartmut oder Peter. Die Campingplätze waren originell, großzügig angelegt und hatten sogar Strom, der aus dem Baum kam(eine Steckdose am Ast!) und Toiletten und Duschblocks mit Himmelsblick – einfach himmlisch!
Der Polo, abgesehen von  zwei neuen Reifen, und die zwei Abenteurer haben ca. 5000 km unbeschadet (?) überstanden). Wir sind froh, daß wir indirekt daran teilhaben konnten. Ich weiß von einer Zuhörerin, die sich fleißig Notizen machte und demnächst eine ähnliche Reise nach Namibia  unternehmen wird.

Ein großes Dankeschön an Peter und Hartmut.

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