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Ein Dankeswort zum Neuen Jahr

Danke

Liebe Gemeinde, das Jahr 2020 war voller Herausforderungen und Unannehmlichkeiten. Von den Rekordbuschfeuern und anderen Naturgewalten bis hin zum Dauerbrenner Coronavirus. Aber wir haben es geschafft, in ein neues Jahr zu kommen, und hoffen auf Besserung.

Ich danke allen, die an unseren Gottesdiensten teilgenommen haben, anfangs noch „ganz normal“ in den Kirchen, dann vor allem online ihr Gesicht und ihr Interesse gezeigt haben. Das war ermutigend; denn auch mir als Pfarrer fiel es nicht leicht, durch mancherlei Restriktionen von euch getrennt zu sein. Die Teilnahme am Gottesdienst, das gegenseitige Wahrnehmen auf GoToMeeting, Gespräche miteinander: Das tat gut! Eine Kirche lebt, wenn sie so lebendig ist. So zwei oder drei in Jesu Namen versammelt sind, da ist er mitten unter ihnen! (Matthäus 18,20)

Ich danke allen, die unsere Gemeinde mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen unterstützt haben, so dass das Evangelium weiterhin gepredigt und gegenseitige Unterstützung gewährt werden kann. Ich bin sehr berührt von dem Miteinander in unserer Kirche. Von Deutschland her kenne ich dieses Engagement nicht, weil viele die Kirchensteuer als Ausrede nehmen. Wir merken deutlich das Fehlen dieser Kirchensteuer, aber auch des Kirchenkaffees und der Mietgelder sowie einen Spendenrückgang durch die fehlenden Gottesdiensttreffen.  Es wäre das Ende der deutschen Gemeinde, wenn die Mitglieder nicht regelmäßig ihren Anteil beitrügen. Deswegen seid Ihr Treuen seid neben dem Geist Gottes die zweite Lebensader unserer Kirche! Paulus schreibt an seine Gemeinden: „Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ (2Korinther 9)

Ich danke allen, die diese Kommunikationsmöglichkeiten erst geschaffen haben, die sich um Technik und gegenseitige Beratung kümmern, die sich Gedanken über unser Covid-Konzept und um die Zukunft der Kirche machen. Wir haben von der EKD und vor allem auch von Privatpersonen manche finanzielle und logistische Unterstützung bekommen. 

Wir haben den Verkauf von Chester Hill und den Kauf des Pfarrhauses geschultert. Es gab Menschen, die nach Alternativen für die Gnadenfrei-Kirche gesucht haben. Wir hatten eine offene Kirche in der Adventszeit, Aufsteller und Abräumer des Christbaums (Siehe Foto oben). Unsere Internetseite wurde gepflegt, ein Netz mit den anderen deutschen Gemeinden in Australien gesponnen (EKIA, siehe unten) und immer wieder witzige und gut gemachte Kirchliche Nachrichten veröffentlicht. 

Und es gab so vieles andere, was kaum einer sieht, für das aber ein dickes Dankeschön fällig ist. Hunderte von ehrenamtlichen Stunden waren da involviert. Und wir sind dankbar für die neuen Mitglieder im Kirchenvorstand, die viel Engagement und neuen Sachverstand miteinbringen. Bei der Einführung brachte Paulus das auf den Punkt: „Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.“ (1Korinther 12)

Zuletzt danke ich all denen, die immer vergessen werden, aber ihren Anteil leisten für das Wachsen der Gemeinde und das Weitergehen von Gottes Wort. Ich nenne keine Namen, weil ich niemanden vergessen will. Aber ich habe viele Gesichter und fleißige Hände vor Augen. Ich denke auch an Hinweise, dass ich mich um den oder die einmal kümmern sollte. So lebt Gemeinde! Darum gehe ich zuversichtlich in das neue Jahr. Und ich wünsche Euch und Ihnen allen, dass wir diese Zuver-sicht und Hoffnung teilen sowie uns gegenseitig stärken können. Gottes Segen und gutes Geleit für das Jahr 2021!

 

EKIA

Unser Kirchenvorstandsmitglied Mathias Burbach hatte da mal eine Idee: Wie wäre es, wenn wir in der Covid-19-Krise die deutschen Kräfte in Australien miteinander vernetzten und die Kräfte bündelten? Daraus geworden ist eine lebendige Zusammenarbeit von Perth über Adelaide und Melbourne bis Sydney. Die Melbourner beiden Gemeinden und wir sind mit Pastoren ausgestattet, in Adelaide wirkt ein Laienprediger mit einem LCA-Pfarrer zusammen, in Perth ist eine engagierte deutsche Theologin und nicht nur Pfarrfrau am Werk. Im November / Dezember haben wir gemeinsam unsere Prädikant*innen fortgebildet und uns gegenseitig mit Andachten und Ideen versorgt. Es lohnt sich, auf unserer Website kirche-sydney.org.au und bei ekia.org.au nachzuschauen, was dabei herausge-kommen ist. Sydney war mit einer großen Gruppe von am Predigtdienst Interessierten mit von der Partie. Auch das ist verheißungsvoll.

 

Euer Pastor Christian Hohl

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