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Historische Halbtagestour der Luther Angels

Eigentlich war dieser Ausflug auf den Motorrädern ja für den 7. August 2020 geplant. Aber die Wettervorhersage für diesen Tag war mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 100% und Regenfall von 15-30mm denkbar schlecht. So entschieden wir uns kurzfristig umzuplanen und den letzten sonnigen Tag der Woche, den 6. August 202 zum Motorradfahren zu nutzen.

Leider hatte viele der Moped-Begeisterten in unserer Gruppe bereits anderweitige Pläne. Aber zwei der Luther Angels zog es dann doch hinaus in den sonnigen Süden der Stadt.

Die Tour begann in Randwick und einem ersten Halt in La Perouse, der Landzipfel am nördlichen Ausgang von Botany Bay.

La Perouse ist nach dem französischen Marine Offizier Jean François de Galaup, comte de Lapérouse, benannt, der am 26. Januar 1788 dort an Land ging. Ursprünglich lebten die Muruora-dial Aboriginals in der Gegend und nannten den Flecken Gooriwal. Noch heute feiert man den französischen Nationalfeiertag, le 14eme Julliet, in La Perouse und die französische Schule – Lycée de Condorcet – in Maroubra sorgt für eine große Zahl französisch sprechender Bewohner in der Gegend.

Ganz in der Nähe von La Perouse liegt auch der Landepunkt von Captain James Cook in Kurnell auf der anderen Seite der Bucht. Luftlinie nur 2,5 km entfernt und doch mit dem Motorrad 32 km südlich gelegen. Über Brighton-Le-Sands, Sans Souci, Taren Point und Greenhills Beach gelangt man nach Kurnell und dem südlichen Zipfel der Bucht.

Der Kamay Botany Bay NP lädt ein zum Picknick und verweilen in schöner Natur.

Etwas getrübt wird das Ganze von einem Monument der englischen Besatzer, die hier in Kurnell am 29. April 1770 zum ersten Mal australisches Festland betraten. Ein Auszug aus dem Logbuch der HMS Endeavour ist hier auf einer Metallplatte verewigt. Es dokumentiert wie sich die Engländer den Ureinwohnern gegenüber verhielten und man gleich bei der ersten Begegnung Gewehre einsetzte, um den australischen Ureinwohnern zu zeigen, wer hier „die Hosen an hat“.

Danach galt es den zweiten Luther Angel für den Rest der Tour in Caringbah abzuholen.

Es folgte ein Klassiker für Motorradfahrer, gerade so with Beethoven’s Neunte Symphonie für Freunde der klassischen Musik: Wir fuhren in den Royal National Park, den zweitältesten Nationalpark der Welt. Dort hielten wir am Governor Game lookout, kurz vor Garie Beach. Der Aussichtspunkt verdankt seinen Namen Philip Game, der vom 29. Mai 1930 bis 15. Januar 1935 der Vertreter von König George dem V. in Neusüdwales war.

Die historische Tour ging weiter durch den Nationalpark entlang dem Lady Wakehurst Drive, der nach der Ehefrau Margaret „Peggy“ Tennant von Governor John de Vere Loder, 2nd Baron of Wakehurst benannt wurde. Dieser Teil der Straße geht teilweise durch einen gut erhaltenen Regenwald.

Am Ende des Nationalparks kommt man zum Bald Hill Lookout, der Lawrence Hargrave gewidmet ist, einem australischen Ingenieur, Astronomen, Erfinder und Luftfahrtpionier, der von 1850 bis 1915 lebte.

Passend zu seiner Leidenschaft ist dieser Platz zu einem Eldorado für Gleitschirmflieger geworden, von denen sich an diesen Tag viele in der Luft befanden.

Zurück nach Hause ging die Tour über Helensburgh und den alten Princess Hwy nach Canringbah bzw. Randwick.

Nach nur 160 km waren wir historisch geschulter und ausgeglicherner als zuvor.

Hier noch die Tour auf Google Maps.

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