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Klagen, Kummer, Leiden

Dieses „Wort zum Alltag“ wird am Karfreitag erscheinen. Fragen an Gemeinden in zurückliegenden Jahren schon nach dem Namen blieben immer ohne Antwort. Das Wort „kara“ im Althochdeutschen (ca. 750 – 1050) hatte die Bedeutungen „Klagen, Kummer, Leiden“. Daran hat sich auch in 1000 Jahren nichts geändert.
Das Geschehen der Kreuzigung des unschuldigen Sohnes Gottes führt uns, wie mir in diesen Tagen unsere Pastorin Daniela Konrädi überzeugend und offen schrieb, an die Grenzen unseres Glaubens.
Meine Frau Angelika konnte den Karfreitag kaum ertragen und ich selber wehre mich weiter gegen das Ansehen des Filmes „Passion of Christ“ am Karfreitag in meiner unmittelbaren Nachbarschaft.
Meine Gedanken in diesem Jahr vor dem Karfreitagsgottesdienst in Allambie, führen mich in die Mitte des Fühlens und Denkens des Gekreuzigten vor seinem Tod. Nur einer seiner verbliebenen 11 Jünger ist bei ihm am Kreuz. Johannes war im Garten Gethsemane eingeschlafen, ist voller Scham und möchte auch die Mutter Jesu nicht  alleinlassen im Abschied von ihrem Sohn.
Er gibt uns Wegweisung. Wir können ihm folgen mit diesem Lied in unserem Gesangbuch: 406 (Bei dir Jesu will ich bleiben).
Unser Trost in all dem Klagen, Kummer und Leiden:

Der Karfreitag blieb nicht das Ende!

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