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Konfirmation war Thema bei den Luther-Senioren

Oetinghausen Konfirmation 1939 Pfr Ehmann

Das Luther Senioren Treffen im Mai fand wie üblich am ersten Dienstag jeden Monats in der Martin Luther Stube statt. Unsere Gruppe ist ein wenig größer geworden durch den Zugang zweier Damen aus unserem Allambie Senioren Heim.
Das Thema wird wie immer von unseren geistlichen Hirten gefuehrt, dieses Mal wieder von Andrea Pistor, das Thema war dieses Mal die Konfirmation und sie erklärte uns die Bedeutung dieser kirchlichen Tradition. Daran anschließend bat Andrea eine(n) jeden von uns in kurzen Zügen zu erzählen wie wir unsere Einsegnung in Erinnerung haben. Da kam uns allen wieder so einiges in den Sinn. Eine von uns mußte statt des üblichen dunkelblauen oder schwarzen Kleides, im Jahre 1939 in BDM Uniform zur Konfirmation kommen, wieder eine andere erzählte dass während des Festes im Jahre 1943 durch Fliegeralarm diese Feierlichkeit unterbrochen werden musste. Für die Jungen, jetzt etwas betagte Herren, war die Erinnerung zum ersten Mal in langen Hosen oder im Anzug zu erscheinen, auch dass ihnen gesagt wurde dass sie von nun an mit „Sie“ statt dem bisherigen „Du“ angesprochen werden dürften, wieder eine andere erzählte dass sie auf ihrem Konfirmationsfoto ein kleines Lächeln zeigte, wofür sie dann später von der Stiefmutter eine schallende Ohrfeige erhielt. Meine Erinnerung ist die, dass wir unseren Konfirmationsunterricht von unserem Vikar erhielten, in dem wir Mädels damals alle recht „verknallt“ waren, wir lernten aber auch gut bei ihm. Die Prüfung wurde jedoch eine Woche vor der Konfirmation vom amtierenden Pastor abgehalten, er kannte uns wenig und und unsere Leistungen. So wurde uns zur Prüfung gesagt, wir sollten, falls wir die Antworten nicht genau kannten, unsere Hand nur halbhoch halten ansonsten die ganz erhobene Hand. Wir kamen alle durch die Prüfung. Ich bedauere nur dass ich kein gemeinsames Foto von unserer Konfirmation habe. Beim späteren Nachfragen im Jahre 2003, das wäre das Datum meiner Goldenen gewesen, da gab es keine Angaben mehr über diese Einsegnung, sehr schade.
Es war noch etwas Zeit und dann las uns Andrea noch eine kleine ungewöhnliche Geschichte von dem Jugendpfarrer Wilhelm Busch vor. Er beschrieb darin dass er vor vielen Jahren die Aufgabe hatte einen Trauergottesdienst in Latein Amerika zu halten fuer eine Zirkusakrobatin, es ging recht laut daher und er konnte sich kaum Gehör verschaffen, sprach also weiter in seiner Heimatsprache, die ja deutsch war. Dann sprach er von Jesus, und nacheinander wurden alle still und stiller den dies war ein Wort dass sie alle „verstanden“. Sehr eindrucksvoll. Wieder einmal recht herzlichen Dank liebe Andrea für Deinen Beitrag zu unseren Luther Senioren Treff.

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