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Luther Angels im Glühwürmchen-Tunnel

Dirk und Tilmann

Am 19. Oktober 2009 trafen sich diesmal nur 2 Luther Angels (Mathias war in Deutschland) zu einer letzten Tour mit Dirk, in Windsor, bei unserem ‚Francesco‘ Cafe um 8:00 bei herrlichem Morgenlicht in der Morgensonne. Es ging los auf der Putty Road bis Wheeny Creek, von wo aus die Straße entlang des Colo Flußes nach Upper Colo ging. Es waren dort idyllisch schöne grüne Wiesen am Fuße der steilen Berghänge zu sehen, auf denen sogar ein Kamel graste. Dann ging es auf der Comelroy Road nach Süden, aber halbwegs fing unser Blick ein paar Schilder auf der rechten Seite: ROAD CLOSED, 4WD only. Ein Straßenschild zeigte nach Bilpin, und das war wohin wir wollten! Wir schauten uns an und dachten das Gleiche: Dort wollen wir fahren.

Dieser Weg war tatsächlich nicht einfach, und für etwa 10 km ging es auf der ausgespülten Straße mit tiefen Gräben und vielen großen Steinen holprig vorwärts. Wir kamen ganz schön ins Schwitzen aber es machte Riesenspaß diese Herausforderung zu meistern. Schließlich endeten wir in Mountain Lagoon und fuhren an großen frühlingsgrünen Bäumen bis nach Bilpin wo wir auf die Bells Line of Road trafen. Diese führte uns auf geschwungenen Kurven bis nach Lithgow wo unsere besten Orientierungsmethoden benötigt wurden, die Straße zum Glowwormtunnel zu finden (die State Mine Gulley Road). Endlich kamen wir in den Gardens of Stone National Park mit tollen Felsformationen. Es ging an Forstflächen weiter zum Glowworm Tunnel der sehr imposant von Schienenbauen vor ca 100 Jahren in die Berge hineingemeißelt worden ist. Die Motorräder waren total ins Dunkel verhüllt, aber ich glaube der Lärm war nichts Feines für die Glühwürmchen die dann alle ausgeschaltet hatten. Am Parkplatz drehten wir um und es ging wieder zurück nach Süden, und an der Picknickstelle drehten wir ab auf die Blackhand Track. Anfangs ging es recht seicht durch diverse sandige Strecken und große rutschige Pfützen, aber am Rande der Berge ging es auf einmal auf eine steinige und sehr steile Straße die nun diesmal ALLE unsere Fahrkünste abverlangte. So was Herausforderndes waren wir noch nie zusammen gefahren, und es war teilwesie recht haarsträubend was den Maschinen abverlangt wurde. Es ging an manchen Stellen über richtige Stufen bergab, abgewechselt wieder mit ausgespülten Schluchten in der Straße und vielen großen Felsbrocken, die alle so herumrutschten wenn man darüber fuhr. Einige Male hätte es uns fast hingelegt, aber wieder widerstanden wir der Erdanziehungskraft tapfer. Einmal kam ich an einen Punkt wo ich dachte: Hier geht es tatsächlich nicht, und hörte noch Dirk hinter mir: HALT, dreh um! Ich stoppte und mir fiel sofort auf daß ich diesen 1 Meter Felsen niemals wieder herauffahren hätte können und drehte im allerletzten Moment dann doch noch um. Wir waren vom Weg etwas abgekommen…

Glowworm Tunnel Road

Das GPS war erstaunlich genau, es ging weiter über diese stolperige Straße, und schließlich waren wir unten, komplett verschwitzt. Wir waren uns einig: Diese Straße war nicht mehr zu überbieten- sie hatte alles aus uns und den Maschinen herausgefordert. Eine große Teerstraße lag vor uns und wir fuhren los. Aber am Ende waren dort Schilder: Prohibited Area, Power Station. Und in die andere Richtung dasselbe. Diese Straße war eine Kraftwerk-Privat-Straße, und es dauerte eine Weile bevor wir uns dort herausfanden. Wir tankten in Lidsdale und dann ging es zurück, und in Leura aßen wir ein herrliches Mittagbrot. Es ging ruhig nach Hause zurück (es waren 400km) und Dirk und ich trennten uns zum letzten Mal. Mal sehen wann wir wieder zusammen fahren dürfen, aber zum Glück weiß ich hier in Sydney zumindest noch von anderen Kandidaten die mit Mathias und mir weiter die Luther Angel Tradition fortsetzen können!


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