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Luther Angels satteln um auf 4WD

Für Montag, den 27. Juli 2020, war eigentlich eine wunderschöne Tour der Luther Angels auf ihren Motorrädern nach Norden geplant. Aber die Wettervorhersage war ganz und gar nicht Moped-freundlich. 40-55 mm Regen an einem Tag ist weiß Gott kein Vergnügen auf dem Motorrad. Da aber der Tag nunmal reserviert war für einen Ausflug der Luther Angels wurde kurzfristig umdisponiert und das Motorrad gegen Tilmann’s Toyota Landcruiser 4WD eingetauscht. So gab es jede Menge Zeit und Möglichkeit, um sich zu unterhalten und die Natur aus dem trockenen Auto heraus zu bewundern. Schnell hatte man sich auch auf ein Ziel geeinigt. Der Barrington Tops National Park sollte es sein, den wir an diesem Tag ansteuern wollten.

Die Tour startete früh um 7:20 Uhr in Randwick zu Zweit. Danach sammelten wir in Neutral Bay noch einen weiteren Luther Angel ein und fuhren so schnell es ging raus aus der Stadt gen Wahroonga und den M1 Motorway. Der Verkehr hielt sich in Grenzen und so waren wir recht bald auf der Autobahn unterwegs gen Calga. Dort bogen wir ab und fuhren Richtung Norden nach Laguna. Die Strecke ist bei Motorradfahrern an sich sehr beliebt und das Kulnura Road House ein beliebter Rastplatz für die Zweiradfahrer. Aber an diesen total verregneten Morgen fand sich nicht ein einziger Biker am Café.

In Laguna angekommen hielten wir an der Great Northern Trading Post Bar/Café an für eine Kaffeepause, die Peter, der eher kein Frühaufsteher ist, auch bitter nötig hatte. Nach dem Pitstop ging es weiter nach Wollombi und Broke.

Kurz hinter Wollombi stand eine Brücke unter Wasser und Tilmann’s Kamera in der Windschutzscheibe nahm die Fahrt auf (siehe auch hier).

Die Strecke von Broke nach Singleton ist wahrlich keine Augenweide. Ein Bergbauunternehmen nach dem anderen reiht sich entlang der Broke Road. Viele davon Übertage-Minen, welche die Landschaft doch sehr verschandeln (siehe auch hier). Kaum waren wir aber hinter Singleton auf dem Weg gen Glendon Brook wurde die Landschaft wieder sehr abwechslungsreich. Mit etwas Phantasie konnte man sich einfach vorstellen Allgäu zu sein und wenn nicht dort, dann zumindest in Irland. Geschwungene Hügel mit grünen saftigen Wiesen immer wieder unterbrochen von schönen Waldstücken. Hier wollen wir auf alle Fälle nochmal mit den Motorrädern herkommen.

Es gibt viele Dirt Roads zu erkunden und wir waren uns einig: East Gresford wird der Ausgangspunkt künftiger Erkundungen sein. In East Gresford bogen wir dann auch ab gen Allynbrook und die Straße wurde kleiner und kleiner, teilweise auch nicht geteert.

Der Toyota 4WD fühlte sich pudelwohl und voll in seinem Element. Je weiter wir nach Norden kamen umso hügeliger wurde die Landschaft. Auch der Salisbury Gap Road entstand dabei diese Aufnahme.

In Salisbury angekommen wollten wir noch weiter gen Norden in den südlichen Teil des Barrington Top National Park. Etwa 8km hinter Salisbury liegen die Salisbury Lodges. Ein idealer Platz zum Ausspannen mit einem guten Buch.

Unsere Tour ging noch weiter in den Nationalpark hinein in einen alten hochgewachsenen Regenwald.

Der Barrington Tops National Park ist touristisch im Norden gut erschlossen. Aber der Süden des Nationalparks glänzt durch Abgeschiedenheit, die den Besuch durch passionierte Wandern zwingend erforderlich macht.

Der Rest der Tour bis zum Freeway in Twelve Mile Creek war immer noch schön anzusehen, aber längst nicht so spektakulär wie die Strecke von East Gresford nach Salisbury. Nach einem Kaffe-Stop bei Seven-Eleven in Raymond Terrace – die Tasse Kaffee für nur einen Dollar – fuhren wir auf dem schnellsten Weg wieder nach Sydney.

Fazit: Der Süden des Barrington Tops National Park ist absolut sehenswert und wird nochmal zum Ziel einer Mehrtagestour der Luther Angels – dann aber mit Motorrädern.

Hier noch der Link zu Google Maps für unserer Tour.

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