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Wahre Abenteuerfahrt der Lutherangels – die Tour wo alles anders kam!

Am 31. August machten sich drei Luther Angels mal wieder auf eine Tour auf, die diesmal an die Grenzen des Spaßes des zweirädrigen Fahrvergnügens stoßen sollte. Der Tag begann wunderschön mit einem glasklaren sonnigen Himmel, und absolut genial schönen Temperaturen, nicht u warm, nicht zu kalt, doch uns war schon bewußt das es recht frisch werden könnte wenn wir uns in die Highlands in der Oberon Gegend begeben sollten. Die Idee war eine Kanangra-Boyd / Blue Mountains Umrundung zu machen.

Mathias, Giuseppe und ich trafen uns in Randwick und fuhren los, gleich auf die Autobahn, bis Mittagong. Dort gab es einen guten Morgenkaffee um uns für die bevorstehende Wombeyan Caves Road zu stärken. Doch leider war diese Straße diesmal gesperrt, doch das trübte nicht unseren Mut denn mir fiel sofort eine Parallelroute ein die uns in die gleiche Richtung bringen konnte: Die Canyonleigh Road die dann zum schönen Swallow Tail Paß auf der Brayton Road führt.

Es ging durch die schöne Landschaft zum Tarlo River wo der Weg recht steil nach unten ins Tal geht.

Mathias fuhr zuerst, von der Drohne gefilmt, gefolgt von Giuseppe. Ich durfte dann auch mal, echt schön!

Leider stellte sich dann heraus, daß Mathias‘ Hinterreifen eine Panne hatte! Zum Glück hatte ich eine Pumpe dabei, und so konnten wir den Reifen gut aufpumpen um damit 30km nach Taralga zu gelangen.

Es ging an der Taralga Windfarm entlang.

Ein netter Mechaniker konnte das Loch behelfsmäßig flicken, aber Mathias brauchte trotzdem einen neuen Reifen. Nach einigem Herumtelefonieren stellte sich heraus daß es keinen Reifen in Goulburn gab, wohl aber in Mittagong. Also meinte Mathias er macht sich dorthin auf, und wir können einen kleinen Umweg fahren während er in Mittagong wartet bis das Motorrad bereit ist.

Wir machten erstmal dann eine Mittagspause.

Also beschlossen Giuseppe und ich den Tarlo River National Park gerade südlich von Taralga anzuschauen. Bei Myrtleville ging ein kleiner Weg ab nach Osten.

Dort gab es wunderschöne Felder und eine weiche hügelige Landschaft, aber die Straße endete dann doch irgendwann, vor dem National Park, und wir drehten um, von der Drohne gefilmt.

Dann fuhren wir weiter nach Goulburn. Dort erreichte uns allerdings die Nachricht daß Mathias keinen Reifen in Mittagong wie versprochen finden konnte, und er mußte nun zurück nach Sydney. Ich dachte dann daß wir, wo wir jetzt sowieso nicht mehr weiter nach Norden fahren, eher nach Süden müßten, via Nerriga vielleicht nach Nowra und dann an der Küste zurück. Dort gibt es tolle Straßen und Flußüberquerungen, und so fuhren wir weiter Richtung Mayfield.

Es ging also auf die Windellama Road, dann die Dewsbury Lane, und dann auf die Lumley Road. Dann weiter nach Süden auf die Mayfield Road nach Lower Boro, und dann auf die Stewards Crossing Road. Die führt zu einer Flußüberquerung, die’s in sich hat: Ca 200m breit.

Aber wir schafften das spielend und weiter ging es zum Kaffee in Nerriga, Richtung Wollongong. Um 16:15 kamen wir dort an, aber es war alles natürlich zu. Doch diese bestürzende Feststellung war nichts im Vergleich zu der, die Giuseppe dort an seinem Motorrad machte: Sein schöner Topcase war mitsamt der Halterung abgebrochen! Giuseppe war untröstlich und wollte das Ding suchen. Ich schaute mir das Video an das ich von ihm bei der Flußüberquerung gemacht hatte, und bemerkte dass der Koffer da schon fehlte. Also, zurück zur Stewards Crossing Road, und die Flußüberquerung. Wieder. Nun war’s schon einiges später. Hmmm. Ich fuhr wieder zuerst und merkte beim Fuß-ins-Wasser-halten daß da auf der rechten Seite kein Boden mehr war, ich wußte ich war zu weit rechts und mußte mehr nach links um auf der zementierten Straße zu bleiben. Giuseppe war nicht weit hinter mir. Auf der anderen Seite angekommen sah ich Giuseppe’s Licht viel tiefer als es sein sollte- er war rechts runtergefahren, stand aber noch! Das war aber nun nicht so leicht das Ding wieder auf die Straße zu bekommen und wir hatten ganz schön ordentliche Probleme. Das Wasser war kalt, es wurde dunkel, und wir wollten die Box noch suchen. Ich benachrichtigte die Polizei, aber als sie sich zurückmeldeten schafften wir’s mit irgendeiner übermenschlichen Kraft, aber unser Füße waren nun komplett naß.

Es ging weiter, aber nun war es schon 17:15, und wir fuhren die Stewarts Crossing Road zurück, dann die Mayfield Road, und auf der Lumley Road war die Sonne dann untergegangen. Wir fuhren die weiter bis nach Goulburn zurück, wo es dann dunkel war, aber fanden den Topcase nicht, obwohl ich immer links schaute und Giuseppe rechts. Wir tankten und dann überredete Giuseppe mich schließlich (Ich fand echt es war zu gefährlich) nach Myrtleville zurückzufahren und dann die Dirt Road wo ich die Drohne hab fliegen lassen und der Topcase noch drauf war. Ein großes Känguruh sahen wir, es war bitter kalt mit nassen Füßen, aber der Topcase war auch dort nirgends in der Dunkelheit zu sehen. Also fuhren wir zurück nach Goulburn. Auf einmal sah ich blitzschnell einen Schatten links von mir in der Dunkelheit auftauchen, konnte nichts machen, und ich traf ein Wombat mit voller Wucht, zum Glück mit meinem Ganghebel und linken Stiefel. Danach tat mein Fuß schrecklich weh und wurde echt sehr kalt (noch kälter!) und ich merkte dass ich nicht mehr Gänge schalten konnte weil der Gangschalter einfach weg war! In Goulburn angekommen stellte ich fest daß der Ganghebel nur stark nach unten verbogen war und mein Stiefel (&Fuß) komplett in Ordnung waren, und wir fuhren dann in der Tankstelle aufgewärmt auf der Hume Highway nochmals 200km im Dunkeln nach Hause. Die Hälfte dieser Fahrt war im Dunkeln gewesen.

Eine Zusammenfassung der 760km langen Fahrt ist hier.

5 Tage später fuhr Mathias nochmal mit Giuseppe dieselbe Route (ohne Taralga und den Swallow Tail Pass), aber der Top Case fand sich auch dann nicht…

 

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