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Wort zum Juni

Liebe Gemeinde in Nah und Fern!

Unter dieser Losung aus dem Evangelium nach Markus, Kapitel 1, Vers 15 trifft sich der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag in Nürnberg. Nicht dahin zu gehen, ist fast ein No-Go. Seit meinem ersten, 1981 in Hamburg, habe ich einen verpasst, als ich 1995 in Edinburgh Assistant Minister war. Vor zwei Jahren war ich online dabei.In den 80er und 90er Jahren waren es jeweils 98.000 bis 150.000 Teilnehmende, beim Ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 sogar 191.000.

1979 war der Kirchentag in Nürnberg. Freunde hatten mit Begeisterung von der Stimmung und von den Eindrücken erzählt. Seither war das protestantische Großereignis für mich immer wieder ein beflügelnder und neue Impulse setzender Input. Die neuen Lieder, die anderen Gottesdienste, die vielen Begegnungen. Plötzlich steht vor dir jemand, den du seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hast. Oder du begegnest einer großen Persönlichkeit. Oder genießt ein Kabarett, ein Gospelkonzert, singst nach einer Probe bei einer Kantate mit.

Beim diesjährigen Kirchentag ist auch Sydney vertreten. Der EKD-Stand wirbt für die Pfarrstellen im Ausland und bekam von unserer Asien-Pazifik-Gruppe eine schon sehr gelobte Präsentation.

Jetzt ist die Zeit…“ Für mich war keine Zeit mitten im Schuljahr. Wofür ist aber bei mir, bei dir, bei uns Zeit? Was steht an? Sehen wir, was ansteht? In Sachen Kirche, Klima und Krieg darf man Weg-weisendes erwarten.

Jetzt ist die Zeit…“. Nach vierzehn Versen kommt das Markus-Ev-angelium zu diesem programmatischen Satz. Markus kommt ohne Geburt und Vorgeschichten aus. Nach einer kurzen Vorstellung Jo-hannes des Täufers und dem Bericht über Jesu Taufe, wo er von Gott selbst als geliebter Sohn bezeichnet wird, geht’s in die Wüste zur 40-tägigen Vorbereitung, die Markus einen Satz wert ist.

Jetzt ist die Zeit…“ Man könnte auch sagen: Jetzt geht’s los! So startet die erste Ansage des Messias. Seine „Regierungserklärung“ als von Gott gesandter Retter. In unserer vertrauten Version: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Das Markus-Evangelium ist schnell gelesen. Wie wäre es? Auf die Frohe Botschaft, das Evangelium also, lohnt es sich einzulassen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Wie, gerade keine Zeit? Seit wann sage ich das denn schon? Jetzt wird es aber Zeit! Zur „Umkehr zum Leben“, wie die Buße zum Kirchentag 1983 in Hannover richtig übersetzt wurde.

Gottes Segen und gutes Geleit wünscht Christian Hohl, Pastor

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