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Wort zum Februar

Liebe Gemeinde in Nah und Fern!

Da ist die Weihnachtszeit noch nicht vorbei (erst am 2.2.), und schon schielt Ostern um die Ecke. Die Crossbuns sind seit Boxing Day in den Auslagen der Supermärkte. Aber wir haben noch eine sieben-wöchige Passionszeit und einen langen Leidensweg zu bedenken.

Am 18. Februar lädt uns der Eröffnungsgottesdienst in Osnabrück mit dem Bachchor von St. Katharinen zur Aktion „Sieben Wochen ohne…“ ein. Dieses Jahr: „… ohne Alleingänge“. Sie kündigen an:

Alleinsein kann ja einmal gut sein. Aber „wann wird das Alleinsein zum Alleingang? Und was hindert mich daran auf andere zuzugehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Eröffnungsgottes-dienst und erzählt davon, was sich ändert, wenn neue Gemeinschaft entsteht. Da weichen Vorurteile. Da eröffnen sich neue Handlungsmöglichkeiten. Und da entsteht die Kraft, um die Welt ein wenig zu verändern.“

Komm rüber! Sieben Wochen ohne Alleingänge“ ist ein aufmun-terndes Motto, finde ich. Die Sieben-Wochen-ohne Aktionen zielen nicht auf schmerzhaften Verzicht, sondern auf bewussteres, gemeinschaftliches Leben und Erleben.

Und dann? Wir wissen, dass die Leiden Christi am Kreuz enden. Aber nicht sein Leben, nicht sein Weg. Nicht ganz. An Ostern feiern wir seine Auferstehung, seine Überwindung von Tod und Teufel, von Angst und menschlicher Grausamkeit.

Doch selbst am Ostermorgen geht das alles nicht so glatt, wie wir manchmal denken. Die Frauen, die von ihrem geliebten Meister Ab-schied nehmen wollen und auf ein leeres Grab treffen:

Sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sa-hen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: „Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.“

Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich.

Sollte die Furcht das letzte Wort haben? Das Durchbrechen jeder menschlichen Ordnung muss verunsichern, auch wenn es durch die Auferstehung von den Toten geschieht. Das muss erst ankommen und angenommen werden. Dazu dienen die nächsten Verse am Ende des Markusevangeliums, wo von den Erscheinungen des Auferstandenen berichtet wird, und von dem zögerlichen Glauben, der bei den Jüngern aufbricht. Jesus kam zu jeder und jedem von ihnen rüber! Seine behutsame Art warb um die Einzelnen.

Bis wir dahin gelangen, gilt auch uns das Wort, das der Engel aus dem leeren Grab an die Frauen richtete:“Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“(Markus 16,6) Ob das bei uns rüberkommt? Ob ER bei uns rüberkommt? Ich wünsche es Euch!

Gottes Segen und alles Liebe wünscht Christian Hohl, Pastor

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