In diesen Tagen wurde ich an eine kleine Geschichte erinnert, die mir vor etlichen Jahren begegnete. Ich weiss nichts über den Verfasser oder die weitere Herkunft der Geschichte.
Nach einigen Regentagen gibt es eine Unterhaltung mehrerer älterer Frauen, in ihrer Nähe spielt das Enkelkind einer der Frauen.
Man unterhält sich ausführlich über das Wetter, freut sich über das Ende des Regens, doch führt auch Klage über die Tatsache, dass sich nun überall Pfützen befinden, in die man leicht hineintreten kann und die ausserdem die Gefahr eines Ausrutschens und Fallens mit sich bringen können.
Da sagt plötzlich das Enkelkind, dessen Anwesenheit man in der intensiven Unterhaltung kaum noch mitbekommen hat:
„Aber in den Pfützen spiegelt sich der Himmel.“
Sicher gibt es verschiedene mögliche Reaktionen auf dieses Geschehen. Mir hat die kleine Geschichte gesagt, dass wir vielleicht manchmal Dinge mit den Augen eines Kindes ansehen sollten, mit der unterschiedlichen Wahrnehmung von Kindern. Deshalb wollte ich die Geschichte mit Leserinnen und Lesern des „Wort zum Alltag“ teilen.

