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Abschied

Joschka und Sasha

Bis zu ihrer Verheiratung lebte die ältere Tochter meiner Frau in einer separaten Wohnung im Erdgeschoss des Hauses. Sie teilte sie  mit den Katern Joschka und Sascha, die zwar Brüder sind, sich aber in allen Aspekten ihres Lebens völlig unterschiedlich verhielten. Es soll das ja auch bei Menschenbrüdern geben.
Bei der Verheiratung der Tochter blieben die beiden Kater bei uns, nach dem plötzlichen Tod meiner Frau war ich allein ihre Bezugsperson, sie wurden dann nach und nach so etwas wie meine vierbeinigen Söhne.
Nun ist Joschka kürzlich mit Diabetes diagnostiziert worden. Zu seinem Überleben braucht er täglich zwei Insulinspritzen, also 730 im Jahr. Ich kann das allein nicht bewerkstelligen, muß also von ihm Abschied nehmen.
Die ältere Tochter als die immer noch legale Eigentuemerin bemüht sich nun sehr um ein neues Zuhause für ihn. Ich habe angefangen, neu über das Abschiednehmen nachzudenken, auch mit Bezug auf Hermann Hesses Gedicht „Stufen„. Ich hoffe auf des guten Gottes Verständnis, wenn ich für Kater Joschka bete.

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