Wie manche anderen Dinge im Leben, hat sicher nicht nur für mich der Advent seine ganz spezifische Vorgeschichte. Es ist der November. Für viele meiner Freunde im deutschen Umfeld und mich selbst war er der unbeliebteste Monat des Jahres, gekennzeichnet von seinem meist ungeliebten Klima mit Kälte, Nässe, früher Dunkelheit und den Festen Volkstrauertag, Buß- und Bettag und Toten-/Ewigkeitssonntag. Fünf Jahre flüchtete ich dann den ganzen Monat auf die kanarische Insel Fuerteventura, später drei Jahre in das tunesischen Djerba in Nordafrika. Dort bekam ich gleich im ersten Jahr die wohl ungewöhnlichste Einladung zum Predigtdienst: in einem muslimischen Land, in einer katholischen, französischsprachigen Gemeinde durfte ich den Gottesdienst mitgestalten.
Nun also Advent im sommerlichen Australien mit den höchsten Temperaturen des bisherigen Sommers am Vortag. Das erste Licht am Adventskranz hat seine Bedeutung behalten als den Anfang der Vorgeschichte der Christgeburt, auf die wir uns vorbereiten. Es ist und bleibt eine Art ewiges Licht in jedem neuen Jahr. Wir feiern Ankunft, Neubeginn. Möge es für alle Leserinnen und Leser des „Wort zum Alltag“ eine Zeit des Segens werden.
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