
Das Thema dieses „Wort zum Alltag“ geht zurück auf die Zusammenkunft eines Hauskreises. In dem ersten Treffen nach der Sommerpause. Wir wurden gefragt, auf welchem Gebiet der Gemeinde wir uns im neuen Kalenderjahr engagieren wollten.
Ich nannte das Gebiet mit dem englischen Namen „Pastoral Care“, der mir gar nicht gefällt, doch einen besseren habe ich noch nicht gefunden. Ich legte Wert auf die Feststellung, dass sich dieses Angebot an die Bewohner unseres Einzugsgebietes richten solle, nicht nur an unsere Mitglieder. Dem wurde von der Leiterin des Kreises massiv widersprochen: unsere Angebote hätten sich an unsere Mitglieder zu richten, niemanden sonst.
Leider habe ich meine Replik nicht angebracht, dass Jesus eine total andere Einstellung gehabt habe. Das Thema ist weiter in der Schwebe, eine Entscheidung des Konfliktes ist noch nicht gefallen.
Vielleicht hat ja eine Leserin, ein Leser des „Wort im Alltag“ einen guten Rat für uns.

Kommentare ( 3)
Angelika says:
17. März 2017 at 6:58Die Situation der Auslandsgemeinden mag noch anders sein. Darum möchte ich hier von den Kirchengemeinden in Deutschland sprechen. Die kuschelige Kirchengemeinde der 70iger, 80iger Jahre gibt es nicht mehr. Sowohl das Gemeindeleben der katholischen als auch evangelischen Gemeinden ist von Fusion bestimmt. Gemeinden werden immer anonymer. So manch “ Kirchenbegeisteter“ ist auch schon verschreckt worden. Darum müssen wir ganz neue Wege gehen und auch “ Kirchenferne“ ansprechen. Unter ihnen ist mit Sicherheit der eine oder andere dem Christentum näher als so mancher selbstgerechter Christ. “ Die Sache Jesu braucht Begeisterte“
Thomas says:
19. März 2017 at 22:22Pastoral Care bzw. Seelsorge nur Mitgliedern anzubieten bedeutet hilfesuchende Nicht-Mitglieder wegzuschicken und fallen (bzw. mit Ihren Problemen allein) zu lassen.
Wenn jemand auf der Straße stürzt, lassen wir ihn dann liegen nur weil wir ihn nicht kennen oder weil er nicht unser Nachbar ist?
Das wäre nicht im Sinne Gottes.
Thomas Dietl says:
20. März 2017 at 7:01Es entsteht der Eindruck, es handle sich hierbei um einen Hauskreis in unserer Gemeinde. Angelika spricht in ihrem Kommentar die Situation in Auslandsgemeinden an. Allerdings handelt es sich hier nicht um einen Hauskreis unserer Gemeinde. Ich stimme mit den Kommentatoren Angelika und Thomas überein, dass christliche Nächstenliebe nicht auf Mitglieder einer Kirchengemeinde beschränkt ist.