Auch mehr als vier Jahre nach dem traumatischen Tod meiner Frau Angelika gibt es immer mal wieder Augenblicke, manchmal ganze Tage tiefer Trauer, wenn nicht mehr. Darüber sprach ich mit einem guten Freund, von dessen Lebenserfahrung ich schon oft profitiert hatte. Wir waren auf der Rückfahrt von unseren Freunden in Gosford , mit denen wir wieder einmal gemeinsam einen Gottesdienst gefeiert hatten .
Er hatte einen zwar knappen, doch guten Rat für mich:
„Schau mehr auf das, was du hast als auf das, was dir fehlt.“
Dieses Geschehen erzählte ich einem der neuen Freunde aus der benachbarten anglikanischen Gemeinde, die mich so geschwisterlich bei sich aufgenommen hat. Seine Reaktion kam sofort: Wir nennen das „counting my blessings“. Der mit unterschiedlichen Worten ausgedrückte Kern dieses Gedankens hat mir inzwischen schon oft geholfen. Vielleicht hilft er auch Leserinnen/Lesern des „Wort zum Alltag“ in bestimmten Situationen.

