Drei kleine Erlebnisse sozusagen am Rande des Alltags haben mich zu dieser Überschrift gebracht. Ich will sie gern schildern. Mit einem guten Freund hatte ich den Besuch einer Veranstaltung abgesprochen, deren Thema uns gleichermaßen interessierte. Für Dinge im
Nahbereich benutze ich mein Fahrrad. Kurz vor meinem Losfahren klingelte das Telefon, der Freund am Apparat: wäre es nicht besser, wenn er mich angesichts des drohenden Regens mit dem Auto abholen würde. So geschah es.
Da ich größere Mengen von Waren, z.B. Säcke mit Katzenstreu oder 10 Flaschen Tonic Water auf dem Fahrrad nicht beförden kann, bietet der schon erwähnte Freund sein Auto für den Transport an. Vor meinem Hauseingang hatte ich am Tag zuvor ein Päckchen mit einer völlig falschen Anschrift gefunden. Ich bat den Freund um Abgabe im Postamt nebenan während meiner Einkäufe. Er schaute auf die Anschrift und sagte: „Das bringe ich gleich selber vorbei. Vielleicht warten sie ja schon darauf.“
Mit einem anderen Freund geschah ein kleines Erlebnis auch in diesen Tagen. Ich brauchte für meine Küche eine ganz spezielle Bürste. Im Regal suchte ein Ehepaar vergeblich nach genau so einer Bürste und gab schließlich auf und ging weg. Momente später hatte ich in dem Riesenangebot die richtigen Bürsten gefunden. Mein Freund nahm eine der Bürsten und lief hinter dem Ehepaar her.
Nun mag jemand fragen: „warum schreibt er denn ein ‚Wort zum Alltag‘ über solche kleinen Dinge? Er tut es, weil er vermutet, daß das dem Nächsten nachgehen die Welt verändern könnte. Ich wünsche Freude an den kleinen Erlebnissen mit den unbekannten Nächsten.
Noch keine Kommentare

