Der protestantische Religionsphilosoph Søren Kierkegaard wurde vor 200 Jahren geboren
Frankfurt a.M. (epd). Søren Kierkegaards Talent zum Unglücklichsein ist legendär. Dem hochbegabten Sohn eines reichen dänischen Wollhändlers stand die Welt offen. Auf ihn warteten nach dem Studium eine standesgemäße Ehe und eine sichere Karriere als Theologe – doch er wählte den Bruch: Aus heute nur schwer verständlichen Gründen löste Kierkegaard (1813-1855) seine Verlobung mit der neun Jahre jüngeren, bildhübschen Regine Olsen. Es war ein Skandal im bürgerlichen Kopenhagen. Die junge Frau soll darüber früh ergraut sein und heiratete bald einen anderen. Er hingegen pflegte seine Schwermut und begann ein Leben als Schriftsteller. Vor 200 Jahren, am 5. Mai 1813, wurde Sören Aabye Kierkegaard in Kopenhagen geboren. Er ist eine der großen Gestalten der europäischen Geistesgeschichte.
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