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Die Bewunderung bleibt

Wenn ich mit christlichen Freunden am Reformationstag den Reformator Martin Luther zum Thema machen wollte, waren sich in den meisten Fällen die Gesprächsteilnehmer rasch einig, wenn es um den kaum fassbaren Mut des Mannes Luther ging. Ihm war ja durchaus bekannt, wie sich seine Kirche gegenüber dem tschechischen Reformator Johann Hus verhalten hatte. Dem wurde freies Geleit versprochen und er dann öffentlich in Konstanz verbrannt.

Es kam auch vor, dass jemand die antisemitischen Äußerungen Luthers zum Thema machte. Da kann man bei allem Entsetzen nur den Hinweis geben, dass Luther kein rassischer Antisemit war, sondern die Enttäuschung des Christen über die Ablehnung des Messias Jesus durch das ausgewählte Gottesvolk im Blick hatte.

Wir hatten in unserem „Glaubensforum“ einmal den Leiter der Augustiner für ganz Australien als Referenten eingeladen. Im Vorgespräch sagte er zu mir: „Wenn Bruder Martin (Luther war Augustiner) heute wiederkäme, würde er sich über seine Augustiner freuen.“

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