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Die heilende Kraft der Musik

Soli deo gloria

In einem vorhergehenden „Wort zum Alltag“ habe ich einmal geschrieben, dass ich die Musik für die viertschönste, viertwichtigste Gabe Gottes halte. Dem folgte dann meine ganz persönliche Reihenfolge: seine Schöpfung als Ganzes, sein Sohn Jesus Christus, die Liebe
und danach gleich die Musik.
In einer Radiosendung dieser Tage fiel der folgende Satz, den ich mir gleich aufgeschrieben habe:

„Music is a great healer!“

Ich weiss, dass Musik nicht nur auf die eine oder andere Weise uns generell erfreuen und unsere Stimmung beeinflussen kann. Dabei ist es immer wieder verblüffend, wie unterschiedlich da die Geschmäcker sein können. Ich wohnte einmal bei einem Menschen, dessen besondere Freude die sogenannte Volksmusik war, die für mich in jener Zeit eine wahre Strafe wurde.
Musik wird in allen möglichen Therapien als heilende Kraft eingesetzt, die des Menschen Seele erreicht.
Auch ganz praktisch wird sie eingesetzt. So erfuhr ich in meinen jungen Jahren von einem früheren Stotterer, dass sie häufig über gesungene Texte den Einstieg gegen ihre Behinderung finden.
Wenn  der gottbegnadete Komponist Johann Sebastian Bach sich an ein neues Werk machte, schrieb er auf das Notenblatt zuallererst „Soli Deo Gloria„, „allein Gott die Ehre“. So wollen wir dankbar bleiben auch für die heilende Kraft dieser Gabe Gottes.

Kommentar ( 1)

  1. Antworten
    Hans Schroeder says:

    Lieber Dietrich, darf ich dich korrigieren: J.S. Bach, gelegentlich auch Haendel bzw. Graupner, schrieben S.D.G. am Ende einer Komposition nicht am Anfang, einer der 5 Kernsaetze der protestantischen Reformation.
    An meiner Wand haengt ein Bach-Kalender 2014 ‚Musik fur die Seele’, von dem ich noch folgende Zitate anfuegen moechte:
    ‚Bei einer andaechtigen Musik ist allezeit Gott mit seiner Gnaden gegenwaertig’ (Juni)
    ‚Wenn auch ich meinem Amt mit Lust nachgekommen waere, so hat sichs doch ohne Widrigkeit nicht fuegen wollen’ (Mai)
    ‚Musik soll zu guter Letzt allein zu Ehre Gottes und zur Erbauung des Gemuets dienen’ (April)

    Als Praesident der Australian Bach Society beschaeftige ich mich taeglich mit ‚Bach‘- immer wieder faszinierend. Im Maerz duerfen wir uns auf auf junge Gaeste aus Leipzig freuen, auch in Sydney.
    Herzlichst, Hans (Schroeder)

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