2

Ein Gottesgeschenk

Hoffnung

Seit einer Woche überlege ich, ob ich dieses sehr persönliche „Wort zum Alltag“ schreiben soll. Am Ende aller Überlegungen war es keine Frage mehr: ich möchte diese Entwicklung meines Lebens teilen.
Im Mai 2009 fuhr meine Frau fröhlich wie jeden Morgen zu ihrem Arbeitsplatz . Ihr aus dem Auto zugerufenes „Tschüß, mein Schatz!“ waren die letzten Worte an mich.
Dann bald darauf der Anruf vom Arbeitsplatz: „Cardiac arrest!“Einige Tage an vielen Maschinen, dann die Genehmigung von uns zu deren Abschalten, weil die Situation ohne jede Chance war.
In den nächsten ca. 6 Wochen Abnehmen von 17 Kilo Gewicht, Beginn eines Counseling gegen die sich entwickelnde Depression. Die wurde dann immer schlimmer, ja buchstäblich gefährlich.
Medikamente, case worker des „Northern Beaches Special Mental Health Service for Seniors“. Viele alte und neue Freunde bieten Hilfe durch Kommunikation, doch es gibt keine wirkliche Veränderung. Einmal eine Hoffnung mit der Stimme Gottes in einer Nacht“:

„You can’t be lonely with me by your side“.

Das hätte vielleicht ein Mantra werden können/müssen, doch es unterblieb. Dann bei einer Bibellektüre die Erkenntnis, daß ich als Christ und Prediger meine Hauptadreße nicht intensiv einbezogen hatte. Dann durfte ich mit unserer Gemeinde in der Stadt am 11. Januar 2015 den Gottesdienst feiern. Er  wurde zur Umkehr in mein drittes Leben. Die Depression hat keinen Platz mehr in mir. Bei den für mehr als 5 Jahre unterstützenden Freunden habe ich mich bedankt. Wenn ich nach den Gründen für die Umkehr gefragt wurde, konnte ich nur eines antworten:

„Es  war ein Gottesgeschenk !“

Kommentare ( 2)

  1. Antworten
    Thomas Dietl says:

    Lieber Dietrich,
    ich freue mich sehr,dieses Wort zum Alltag von dir zu lesen. Und ich danke dir, dass du gestern Abend bei dem Kulturkreis einige deiner Geschichten mit uns geteilt hast, und ich so auch das miterleben durfte, von dem du in deinem Wort zum Alltag schreibst.
    Ich wünsche dir Gottes Segen!
    Thomas

  2. Antworten
    Klaus Mellin says:

    Lieber Dietrich,
    auch ich habe diese Wort gerne gelesen und wünsche Dir weiter viel Kraft und Gottes Segen. Ich habe mich auch sehr gefreut, dass ich am Donnerstag Abend beim Kulturkreis Deinen Geschichten lauschen konnte. Gerne war ich heute beim Gottesdienst in der MLK. So konnte ich die wenigen Tage in Sydney sehr genießen.
    Viele Grüße
    Klaus

Einen Kommentar posten