… ist eigentlich immer eine gute Sache. Das wissen besonders alle Lehrenden aus der täglichen Praxis. In diesem Fall war ich selbst der ermutigte Mensch. Schauplatz unsere Martin Luther-Kirche am 10.10. 2010 . Zuerst wird ein falscher Predigttext gelesen, dann muss ich mit dem Evangelium einspringen, da der Lesenden unbekannt. Dann von der Kanzel der richtige Predigttext und die dazu vorbereitete Predigt.
Nach diesen völlig unnötigen Irritationen tritt dann innere Ruhe ein, doch es dauert alles etwas länger, wie gelegentlich auch schon früher und dann ohne die Ausreden.
Am Ende eine Entschuldigung an die Gemeinde für die zu lange Predigt, bei den Abkündigungen auch eine Einladung zur Kritik, weil nur aus Kritik gelernt werden kann.
Am Tag danach finde ich ein E-Mail vor mit dem Hinweis auf die Einladung zur persönlichen Kritik. Die „Kritik“ lautet:
„Du hast nicht lange genug gesprochen!“
Das sind die Momente, in denen ein Prediger sich für das Tätigwerden des Hl. Geistes für sich bedankt. Natürlich auch bei dem Schreiber der Ermutigung.
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