Sicher ist den meisten Leserinnen und Lesern des „Wort zum Alltag“ in ihrem Leben auch schon geschehen, was mir vor einigen Tagen geschah: ich bekam einen Anruf von jenem Gemeindemitglied, das sich wie sonst wohl kaum jemand um Besuche bei anderen Gemeindemitgliedern kümmert. Die Frage an mich lautete:
„Dietrich, weißt Du, dass der H. gestorben ist?“
Ich wusste es nicht, doch war ich sehr betroffen. In seinen besseren Jahren habe ich ihn oft in unserer Kirche begrüßen können, auch im Rahmen jener Tätigkeit, die ihm zu einem Hobby geworden war.
Als er aufgrund seines verschlechterten Gesundheitszustandes in einem Nursing Home untergebracht werden musste, habe ich mit ihm telefoniert. Diese Anrufe waren nicht einfach, weder für ihn, noch für mich. Über eines waren wir uns aber klar:
„Geteiltes Leid ist halbes Leid — Geteilte Freude ist doppelte Freude“
Meine Betroffenheit hatte vor allem diesen Grund: ich hätte viel mehr für ihn tun können und habe es nicht getan. So will ich dieses Geschehen als eine ernste Mahnung für mich nehmen und mit Leserinnen und Lesern des „Wort zum Alltag“ teilen: teilt, so lange es geht.

