
Mein Lesestoff im November war eine mehr als 600 Seiten starke Biographie des Medienmoguls Rupert MURDOCH. Sie stammt von William SHAWCROSS, dessen Vater auf britischer Seite Hauptankläger im Nürnberger Hauptprozess gegen die Nazi-Führung war.
Für dieses „Wort zum Alltag“ habe ich sein vermutetes Vermögen bei „Wikipedia“ nachgeschlagen. Es wird dort auf 12,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Herr Murdoch hat seine australische Staatsbürgerschaft zur Absicherung seines Geldverdienens zugunsten der US-amerikanischen Nationalität aufgegeben.
Die Biographie ist weitgehend eine Darstellung seines genialen Vorgehens auf dem Gebiet einer weltumspannenden Medienmacht. Sein Rezept bei erfolgreichen Sanierungen aufgekaufter Zeitungen lässt sich in zwei Schritten zusammenfassen: 1. Massenentlassungen des vorgefundenen Personals, 2. Senkung des Niveaus der Zeitungen, damit entsprechende Massenzirkulation ermöglicht werden konnte.
Am bedenklichsten Ist für mich die politische Macht, die er mit seinen Medien ausübt. Sie hat vielfach Wahlen entschieden, was einen Skandal im demokratischen Staatswesen darstellt.
Habenwollen – Seinwollen lautet meine Überschrift. Ich kann mich nicht damit trösten, dass das letzte Hemd keine Taschen hat.
