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„Man kämpft…“

Struggle

Da laufen sich zwei Menschen aus demselben Club in der Nähe des Clubhauses über den Weg. Sie halten an und begrüßen sich. Einer fragt „Wir geht es dir inzwischen?“ Es ist nicht das angelsächsische „How are you?“, das ja gar keine Antwort erwartet, sondern es wird wirklich interessiert gefragt.
Nach einem kurzen Zögern sagt sie dies und ihr Gesichtsausdruck ist dabei unsicher:

„Man kämpft“

Er hört es ohne eine Frage oder einen Kommentar, nicht aus Interesselosigkeit, sondern vielleicht mehr aus Überraschung. Nach einem Moment der beidenseitigen Sprachlosigkeit sagt man sich gute Wünsche und verabschiedet sich.
Er denkt über das gerade Erlebte zunehmend intensiv nach und weiß, daß er in dieser Situation kläglich versagt hat. Hätte er nicht zu einem Cappuccino in das nahe Bistro einladen und dem „Man kämpft“ etwas auf den Grund gehen sollen?  Nicht aus Neugier, sondern aus echter Anteilnahme.
Wie oft gehen Erlebnisse wie dieses ungenutzt vorbei und alte Fragen bekommen keine neuen Antworten.

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