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„Mein“ Bethlehem

Bethlehem

Mein Weg in das wirkliche Bethlehem geschah sozusagen in zwei Etappen. Im Jahr vor dem Sechs-Tage-Krieg des Jahres 1967 war ich in Jerusalem in einem Hotel untergebracht, das unmittelbar an der Grenze zu Jordanien lag. Ein palästinensischer Christ sah mich bei meinem Blick über die Grenze und sagte: „dort drüben liegt das Hirtenfeld“. Dort war der Engel den verachteten, stinkenden Hirten erschienen mit der Nachricht von der Geburt des Heilandes.
Dann im Jahre 1995 war der Besuch von Bethlehem möglich, dem gebückten Eingang in die Geburtskirche. Ich kniete in der kleinen Nische mit dem in den Boden eingelassenen Stern. Hier fing es also an nach der Überlieferung.
In der Weihnachtskirche sprach ich später mit ihrem Pastor Dr. Mitri Raheb, der sein Studium in Deutschland mit der Promotion abgeschlossen hatte. Mehr als die Hälfte seiner Gemeinde hatte inzwischen das Gebiet verlassen auf der Suche nach einer friedlicheren Umwelt. Sie hatten die doppelte Belastung des Lebens mit der israelischen Besetzung und die Kämpfe unter den Palästinensern einfach nicht länger ausgehalten.
So ist Bethlehem für mich nicht nur ein Ort christlicher Erinnerung geblieben, sondern ein Auftrag zum Frieden.

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