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Mensch Martin

Martin Luther

Auf den gestrigen Donnerstag (31.10.) fiel der jährliche Gedenktag der Reformation. Unsere Gemeinde hat ihn am vergangenen Sonntag zusammen mit Gastgemeinden in unserer Martin-Luther-Kirche gefeiert.
Mich hat die Gestalt des Reformators und Namensgebers unserer Gemeinde seit früher Jugend fasziniert. Da weiß ein Mönch und akademischer Lehrer vom ca. 100 Jahre vor seiner Zeit geschehenen Unrecht an seinem Vorgänger Johannes Hus, dem der Kaiser freies Geleit nach Konstanz versprochen hatte, wo man ihn stattdessen öffentlich verbrannte.
Da steht ein einzelner Mensch auf gegen die mächtige Phalanx seiner römischen Kirche, ist bereit sich durch die Bibel überzeugen zu lassen, doch das ist nicht möglich in seinem Fall. In vier Jahren können wir, so Gott will, daß wir leben, das 500. Jubiläum des Thesenanschlages feiern, von dem alles seinen Anfang nahm.
Ja, dieser mutige Mann war auch ein Vollblutmensch wie manche seiner Reden beweisen. Ja, auch seine Worte gegen die Juden seiner Zeit kennen wir. Es war kein rassischer Judaismus wie der der Nazis. Es war mehr die Trauer darüber, daß die Juden in ihrer großen Mehrheit den Jesus von Nazareth nicht als den Messias angenommen hatten.
Er bleibt ein großer Mensch auch in seinem Widerspruch.

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