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Nähe in der Weite

Im ca. 20 Flugstunden von Australien liegenden Deutschland haben viele unserer Gemeindemitglieder Verwandte und Freunde. Mit Skype und eMail sind die Kontakte leichter geworden, doch eine notwendige Umarmung, ein ganz persönliches Beieinandersein werden damit nicht ersetzt. Das wird doppelt greifbar in Zeiten von Krisen, im Zeichen des Todes.

Ich habe vor Jahren einen Text von Dietrich Bonhoeffer gefunden, den ich hier gern teilen möchte. Er stammt aus seinem, Buch „Widerstand und Ergebung“:
„Man soll Gott in dem finden und lieben, was er uns gerade gibt… Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines uns lieben Menschen ersetzen kann und man soll das auch gar nicht versuchen; man muss es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein grosser Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren. Ferner: je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern  wie ein kostbares Geschenk in sich.“

Über einen Meinungsaustausch mit Leserinnen & Lesern würde ich mich freuen.

Kommentare ( 2)

  1. Antworten
    Angelika says:

    Diesen Text schickte ich dir am 26.8.13
    Dass er mir gut gefällt, versteht sich von selbst.
    Aber schön, ihn hier zu lesen!

  2. Antworten
    Hans Schroeder says:

    Als Mitglied des Vereins Thomaskirche – Bach 2000 e.V. erhalte ich alljaehrlich einen Gruss mit Spruch zum Geburtstag. Im letzten Jahr war es: „Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen aergern, hindurchfinden zu den grossen Gedanken, die einen staerken“. (Dietrich Bonhoeffer 1906 – 1945)

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