Am letzten Sonntag wurde während des Gottesdienstes in der benachbarten anglikanischen Kirche zu einem Ehekursus eingeladen, eine sicher erstaunliche und zugleich vielleicht hilfreiche Initiative. Der Werbespruch für mögliche Teilnehmer lautete wie folgt:
„Laugh yourself to the way of a better marriage!“
Damit wurde ein Thema angesprochen, bei dem ich auch nach 15 Jahren im Lande immer noch oft sehr hilflos bin. Das Lachen bei fast jeder sich bietenden oder auch nur dazu zu nutzenden Gelegenheit. Kürzlich sagte ich bei einem Vortrag, dass ich für den Fall des Witzesammelns im Lande vermutlich Beerdigungen besuchen würde. Niemand war in irgendeiner Weise betreten, sondern ich bekam herzliches Lachen als Reaktion.
Ist es, so frage ich mich, das angeborene locker-fröhliche Naturell, spielt das Klima eine Rolle? Was könnte es sonst sein? Wollen Menschen hinter dem häufigen Lachen vielleicht auch die ernstere Seite des Lebens verdrängen oder auch aus Rücksicht andere Menschen damit nicht belasten?
Hier ist nun der Rat durch länger im Lande lebende Mitmenschen erbeten. Vielleicht wäre dieser hilfreich für mein besseres Verstehen.


Kommentar ( 1)
Anna-E says:
6. Juli 2012 at 14:37Lieber Dietrich,
Als ich Dein „Wort zum Alltag – Rat gesucht“ las, fiel mir spontan ein Spruch ein, den ich vor 60 Jahren in der Schule gelernt und nie vergessen habe. Er stammt von Friedrich Rueckert und lautet:
Willst Du, dass wir mit hinein
in das Haus dich bauen,
lass es dir gefallen, Stein,
dass wir dich behauen.“
Vielleicht hilft es Dir, nach so vielen Jahren in Australien anzukommen.
Ausserdem habe ich das Leitwort zum Ehekurs ein wenig fuer Dich abgeaendert.
“Laugh yourself to the way of a better life!”
mfg Anna-E