
Eine solche Besinnung müsste naturgemäß mit dem Karfreitag beginnen. Der Name kommt aus dem historischen Deutsch und kann mit Leidenstag erklärt werden. Gerade darum kann ich nicht über ihn schreiben, auch nicht nach einem Gottesdienstbesuch: die Vorstellung des entsetzlichen Leidens des unschuldigen Gottessohnes ist mir weiter unfassbar.
Neue Freunde hatten mich für den Ostersonntag zum Gottesdienstbesuch in ihrer Gemeindekirche eingeladen. Die besondere Freude des Auferstehungstages kam nicht herüber, es war ein Sonntag wie wohl jeder andere. Für die Kinder gab es kein Angebot. Leider eine ungenutzte Chance.
Später am Tage habe ich den Freunden von einem Ostergottesdienst in einem Stadtteil von Moskau berichtet. Über den mit Kerzen erleuchteten Umzug um die Kirche unter dem anhaltenden Ruf
Christus ist auferstanden — er ist wahrhaftig auferstanden!
Wir schulden dem Osterfest besondere Aufmerksamkeit, Von der Qual des Gekreuzigten bis zur Freude des Auferstandenen.
(Die Darstellung der drei Frauen an dem leeren Grab stammt aus einer Handschrift aus dem 12. Jahrhundert, dem St Albans Psalter aus der der gleichnamigen Abtei in Hertfordshire, Großbritannien, über Wikimedia Commons.)
