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Snowy Mountains Tour 2018

Schon Ende Mai 2018 hatte sich die jüdische Motorradvereinigung von Melbourne (YOW) per eMail gemeldet und den Termin für die diesjährige Motorradtour in die Snowy Mountains mit den Luther Angels geteilt. Vom 5. – 9. November 2018 sollte es soweit sein und wir machten Pläne uns an der Tour zu beteiligen. Leider mußten dann 1 Luther Angel schon recht frühzeitig abspringen und der 2. Luther Angel sagte kurzfristig wegen Arbeitsbelastung ab. Also blieb die Verantwortung bei mir unsere Gruppe in Bright zu vertreten und sich mit den Freunden aus Melbourne zu treffen. Kein Problem, war die Vorfreude doch groß all die motorradbegeisterten Menschen aus Victoria in der tollen Umgebung der Snowy Mountains wieder zu sehen.

Am Sonntag, den 5. November 2018 ging es früh um 7:05 Uhr los gen Bright VIC. Der erste Stop war in Goulburn zum Tanken und Morning Tea im Café Rose.

Entlang des Hume Highways ging es nach Holbrook. Im Gegensatz zur letzten Rückfahrt von Bright, in der es vom Start bis zur Ankunft in Sydney regnete und das U-Boot in Holbrook hätte davon schippern können, war es diesmal sonnig, trocken und nicht zu heiß. In Holbrook gab es Nahrhaftes für Motorrad und Fahrer. Holbrook ist ein beliebter Stop für Mopedfahrer aus Wagga Wagga und so bot sich in der Mittagspause reichlich Gesprächsmöglichkeiten rund um das Thema Motorrad.

Der nächste Halt war kurz vor Dederang in Victoria. Der Blick auf die Berge Richtung Falls Creek VIC wunderschön. Ein Hinweisschild am Rastplatz erinnerte an die schlimmen Buschbrände am 7. Februar 2009 (siehe auch hier).

Kurz hinter Tawonga ging es dann rechts die Serpentinen hinauf nach Tawonga Gap. Da sBild am Anfang dieses Berichts zeigt den Blick vom Tawonga Gap ins Kiewa Valley. Auch am Tawonga Gap fanden sich gesprächsfreudige Motorradfahrer, diesmal aus Wodonga. Schön wenn man auf solch einer Tagestour, die man alleine hinter sich bringen muß, so viele Gleichgesinnte trifft.

Vom Tawonga Gap hinunter nach Bright waren es dann nur noch 15 Minuten zu fahren und die erste Tagesetappe lag hinter mir.

Google Map für den 1. Tag hier.

Der Montag galt der Erholung nach der langen Fahrt um dem Warten auf die Freunde aus Melbourne, die erst am Montagmorgen im Nieselregen aufbrachen. Ein Besuch auf dem Markt in Bright verkürtze die Wartezeit und der Buchweizen Crêpes, typisch für die Bretagne, zubereitet von einem Franzosen aus Marseille, schmeckte prima.

Google Map für den 2. Tag hier.

Dienstag, der 7. November 2018, war total verregnet. Im Regen läßt sich schlecht Motorradfahren aber um so besser Schwimmen. Gott sei Dank hatte unsere Unterkunft einen Pool.

Wir mußten bis zum Nachmittag warten, um uns dann doch nochmal auf die Motorräder zu schwingen und einen kurzen Abstecher zum Huggins Lookout zu machen. Trotz der nassen Dirt Road hatten wir mächtig Spaß, wie man dem Foto gut entnehmen kann.

Google Map für den 3. Tag hier.

Die für den nächsten Tag geplante traditionell Rundfahrt von Bright über Falls Creek, Omeo, Mount Hotham und Harrietville mußte umgelegt werden. Ein schweres Gewitter am Dienstagabend sorgte für nasse Straßen mit Ästen und Blätter, dazu kam dann noch Schneefall ab 1000 Meter Höhe, so daß wir uns für eine Tour entlang dem Murray River entschieden. Die Straße entlang dem Murray River hat beinah genauso schöne Kurven zu bieten wie Falls Crook & Omeo aber auf einer flachen Strecke, die auch noch viel tiefer liegt als Mount Hotham.

Elf Teilnehmer auf 10 Motorrädern starteten um 8:30 Uhr und der erste Halt – wie konnte es anders sein – war Tawonga Gap.

Über Tallangatta und Koetong ging es in den Mount Lawson State Park und bei 12°C und Nieselregen wurde es doch recht frisch. Über Cudgewa gelangten wir nach Walwa und tankten die Motorräder.

Im General Store von Walwa gab es ein leckeres Lunch und wir wunderten uns sehr, das die Postfiliale auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht wieder zum Verkauf stand. Dazu folgende Erläuterung: Die armen ehemaligen Besitzer der Poststation hatten 1-2 mal Jahr mit Hochwasser im Murray River zu kämpfen, so daß die Postfiliale bei unseren letzten beiden Besuchen in Walwa jeweils zum Verkauf stand. Die Straße von Walwa über Granya nach Hume Dam ist wie gemacht für Motorräder und so hatten wir alle mächtig Spaß. Vom Hume Dam ging es über Ebden, Dederang und Rosewhite zurück zur Unterkunft in Bright.

Google Map für den 4. Tag hier.

Am Morgen des 8. November 2018 hieß es Abschied nehmen von der freundlichen Familie, die das Bright Colonial Motel betreibt. Der zweijährige Sohn des Inhaberehepaars kann noch nicht Fahrrad fahren hat aber schon ein Elektro Dirt Bike und schaut mit seinem Papa jedes Motorradrennen im Fernsehen an. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Hier im Bild der Sohn mit seiner älteren Schwester und Solomon aus Melbourne.

Ein Teil der Gruppe aus Melbourne fuhr an diesen Tag zurück in die Landeshauptstadt. Aber Graham und Josh zusammen mit seiner Dana wollten auch nach Sydney. So kam es, daß ich für die beiden letzten Tage Begleiter hatte, was die Fahrt natürlich interessanter machte. Wir starteten relativ spät um 9:30 Uhr. Wir wollten über Thredbo nach Cooma und in Thredbo hatte es über Nacht gut gefrohren bei -4°C. So timten wir unsere Abfahrt, um gegen 15 Uhr in Thredbo zu sein, bei dann immerhin 6°C. In Corryong hielten wir für einen Tankstop und in Khancoban zum Lunch. Dann ging es die wunderschön geschwungenen Straßen hinauf in die Snowy Mountains. Wir umfuhren den Mount Kosciuszko und kamen tatsächlich um 15:15 Uhr in Siberia am Dead Horse Gap an auf dann 1581 Meter Höhe. Im folgenden Bild sieht man das die Wiederauferstehung nicht nur auf Menschen beschränkt ist. Es befanden sich tatsächlich 3 lebende Wildpferde am Dead Horse Gap.

Auf den Südhängen der Berge um Thredbo herum lag sogar noch etwas Schnee.

In Jindabyne hielten wir für einen Afternoon Tea und fuhren dann weiter nach Cooma. In unserer Unterkunft in Cooma hielten sich auch einige Besitzer alter Daytona Sportwagen auf, die am Freitag zu einer Ralley aufbrechen wollten. Die Autos wurden ein letztes Mal geputzt und waren dann bereit für die Fahrt tags drauf.

Google Map für den 5. Tag hier.

Am Freitag, den 9. November 2018, folgte der letzte Tag unserer Snowy Mountains Tour. Von Cooma ging es recht unspektakulär nach Queanbeyan über den Monaro Highway zum Tanken. Danach kam nochmal so was wie Spaß auf bei der Fahrt über klitzekleine Landstraßen von Tarago nach Bungonia. In Mittagong hielten wir zum Lunch, bevor wir uns voneinander verabschiedeten und nach Sydney fuhren.

Google Map für den 6. Tag hier.

Graham und Josh mußten dann am Sonntag in einem Stück zurück nach Melbourne. Aber mit den beiden komfortablen BMW R1200 GS und luftgepolstertem AirHawk Sitzkissen war auch das kein Problem.

Hoffentlich sehen wir uns alle bald wieder im Motorradfahrer Schlaraffenland Snowy Mountains.

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