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Stimmen

Ich habe im „Wort zum Alltag“ schon mehrfach Bezug genommen auf mein Angeschlossen-sein an das Angebot des australischen Roten Kreuzes hier in Sydney mit dem Namen „TeleCross„. Da werden an jedem Morgen zwischen 800 bis 1000 Menschen, durchweg Allein-lebende, angerufen und damit festgestellt, ob sie wohlauf sind oder evtl.. fremde Hilfe brauchen.

Der Kontakt geht also einzig über die Stimme und den Vornamen. Da ich schon seit 2014 angeschlossen bin, haben sich mir etliche Stimmen ziemlich sicher eingeprägt und ich kann die meistens Anruferinnen mit ihrem Namen ansprechen. Das Thema der Stimmen erinnerte mich an meine mehrjährige Mitarbeit an einer Tonbandzeitung für blinde Menschen und ließ mich auch nachdenken über die Wirkungen spezifischer Stimmen, beispielsweise über jene des „größten Führers aller Zeiten“,die mir immer als eine Stimme des Hasses erschienen ist.

Zweimal in fast 80 Jahren habe ich jene Stimme hören dürfen, die für mich die Stimme Gottes gewesen ist und bleibt: Einmal wohl im Jahre 1968, als in einer Krisensituation die nächtliche Stimme sagte „Ich gebe Dir Frieden„. In  einer  zweiten nächtlichen Begegnung in der hilflosen Trauerzeit über den traumatischen Tod meiner geliebten Frau lautete die Botschaft „You cannot be lonely with me by your side„.

Dafür werde ich immer dankbar bleiben.

Kommentar ( 1)

  1. Antworten
    Angelika says:

    https://www.youtube.com/watch?v=WXfTP78pJ8Q
    “ Magere Kost“ von Hilde Domin, eines meiner Lieblingsgedichte

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