Das Mitansehen der entfesselten Naturgewalten in Queensland und nun auch anderen Teilen Australiens hatte und hat weiter etwas zutiefst Erschreckendes. Die Ohnmacht des Menschen vor ihnen kann lähmenden Charakter haben. Das folgende Geschehen ist mir am vergangenen Freitag erzählt worden, den entsprechenden Zeitungsbericht habe ich nicht selbst lesen können. Ich schildere den Inhalt deshalb mit Vorbehalt und dem eigenen Verständnis. Ein Lastwagenfahrer bemerkt zwei von den Fluten gefährdete Jungen und wendet sich ihnen zu mit der Absicht ihrer Rettung. Der ältere der beiden Brüder sagt zu ihm:
„Take my brother first“
Als der Fahrer nach dem Herbeiholen von Hilfsmitteln zurückkommt, sind beide Jungen verschwunden, Opfer der mächtigen Wassermassen geworden. Ein Naturereignis mit diesen fast unglaublichen Kräften setzt die ganze Skala der im Menschen angelegten Möglichkeiten frei: vom Heldentum bis zum Plündernwollen fremden Eigentums. Angesichts dieser entfernten Pole in uns dürfen wir Gott immer wieder neu um die Stimme des Gewissens in uns bitten, die uns dann vielleicht befähigt zu sagen:
„Take my brother first“


Kommentar ( 1)
Angelika Hagedorn says:
21. Januar 2011 at 8:46Jordan starb für seinen jüngeren Bruder Blake.