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Unser täglich Brot …..

Ich ertappe mich oft, auch in Gesellschaft bei gemeinsamen Mahlzeiten, bei einem merkwürdigen Vorgang. Ich lecke dann schnell meinen rechten Zeigefinger an und stippe damit eine Brotkrume oder einen anderen winzigen Nahrungsrest vom Teller. Der Grund für dieses Verhalten liegt sehr weit zurück, nämlich in den Jahren des Krieges und Nachkrieges. Da war jede Brotkrume wichtig.
Die Statistiker sagen uns, daß in Australien jedes Jahr Lebensmittel im Wert von ca. 8 Mrd. Dollar weggeworfen werden. Ich erlebe diesen Vorgang immer wieder mit wirklichem Schrecken.
Jedesmal im Vaterunser bitten wir um unser tägliches Brot, doch sicher nicht zum Wegwerfen. In diesen Tagen ist mir durch  Unachtsamkeit ein Brötchen steinhart geworfen. Ich kann es nicht wegwerfen, es würde dem alles in mir widerstreben. So wird es nach und nach in winzige Stücke zerschnitten werden, um einer heißen Suppe hinzugefügt zu werden. Zum Thema des täglichen Brotes haben die Erfahrungen des Krieges und Nachkrieges der heute älteren Generation eine bleibende Lehre und Mahnung hinterlassen.

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