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Unsere Verantwortung

Mehrfach im Verlauf des vergangenen Jahres habe ich Texte von einem Abreisskalender zum Thema des „Wort zum Alltag“ gemacht. Ich bekomme ihn Jahr für Jahr von einer katholischen Freundin geschenkt und gehe mit ihm durch das Jahr wie mit den Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine. Am Silvestertag 2011 riß ich den vermeintlich letzten Zettel ab, doch da gab es noch eine Überraschung. Darunter war sozusagen ein allerletzter Zettel mit dem folgenden Text:

„Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt morgen aussehen wird.“

Der Satz stammt von dem russischen Literaten und Übersetzer Boris Pasternak, dem das Nobelpreiskomitee für das Jahr 1958 den Preis für Literatur zugesprochen hatte. Der Druck der kommunistischen Partei der Sowjetunion zwang ihn zur Ablehnung dieses Preises. Das war fünf Jahre nach Stalins Tod und machte  alles Gerede von einem literarischen und politischen Tauwetter zur Lächerlichkeit. Die Sowjetunion ist seit 20 Jahren von der Landkarte der Erde verschwunden. Pasternaks Bedeutung von Ethik in Literatur und Alltag hat überdauert.

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