Ich habe lange gezögert, ob ich diese alte Geschichte mit den Leserinnen und Lesern des „Wort zum Alltag“ teilen soll. Nun greife ich sie auf, weil wir uns auch vor den schrecklichen Tiefen des menschlichen Charakters nicht scheuen dürfen:
Zu einem Bauern kommt eines Nachts eine Fee und sagt ihm, dass er einen Wunsch frei habe bei ihr. Es gäbe nur eine Bedingung, dass nämlich sein Nachbar das Doppelte des von ihm Gewünschten erhalten würde. Der Bauer sagt spontan:
„Nimm mir ein Auge!“
Es ist eine Geschichte des abgrundtiefen und entsetzlichen Hasses. Hass hat immer irgendwann und irgendwo durch irgendwen seine Anfänge. Vielleicht sogar durch ein reines Missverständnis. Er kann sich nur dann nicht zu seiner zerstörerischen Kraft entwickeln, wenn wir ihm in uns keinen Boden zu seiner Entwicklung erlauben. Dabei helfen kann uns der Glaube an Jesus Christus, der uns sagt: „Ich (der Botschafter der Liebe Gottes) bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“

