
Die letzte Woche des Kirchenjahres hat bei mir auch schon früher sehr unterschiedliche Gedanken und Gefühle ausgelöst. Da ist einmal der letzte Sonntag des Kirchenjahres, den ich als Kind als „Totensonntag“ kennengelernt habe. Seit den 50er Jahren trägt er den Namen „Ewigkeitssonntag“, was ich erst später nicht nur wahrgenommen, sondern auch begrüßt habe. Wir nehmen die Toten des endenden Jahres nochmal im Gottesdienst in besonderer Erinnerung und Namensnennung wahr und im Gedenken in unsere Mitte.
Das Wort „Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand“ mag da ein Trost und ein Versprechen sein.
Am Ende der letzten Woche des Kirchenjahres steht die erste brennende Kerze am Adventskranz. Mit ihr wird die Geburt des Gotteskindes angekündigt, das weltverändernde Geschehen in der Krippe von Bethlehem. Es wird heller mit jeder folgenden Kerze, heller hoffentlich auch in unseren Herzen. Dann wird jedes Jahr das spätere Wort Jesu wieder Wirklichkeit:
„Ich bin das Licht der Welt“.
(Das obige Bild ist ein Holzschnitt von Hans Holbein dem Jüngeren „Christus das Licht“, via Wikimedia Commons)
