
Das gerade gelesene Titelwort ist vermutlich kein Thema, das jemanden vom Hocker reißen würde. Für mich gab es einen konkreten Anlaß, mich damit zu beschäftigen. Da man als Rentner ja angeblich alle Zeit der Welt hat, machte ich mich auf die Fährte. Die Frage an mich selbst lautete: „Wann und auf welche Weise wurde in meinem Leben „Wasser“ auf besondere Weise zum Thema?“
Ich fing mit deutschen Erinnerungen an, ging dann auf eine gedankliche Reise durch die mehr als einhundert besuchten Länder. Die Liste der Erinnerungen wurde immer länger. Ich mußte mich später selbst davon abhalten, weil es sonst meinen Nachtschlaf gekostet hätte.
Hier nur ein deutsches und ein indisches Beispiel. In dem Ort Onstmettingen auf der Schwäbischen Alb gingen die Einwohner mit Eimern zu einer Pumpe in Ortsmitte. Der Grund: ein Erdbeben hatte ihre Wasserleitung zerstört. In einem indischen Dorf wurden wir als deutsche Besucher voller Dankbarkeit begrüßt. Der Grund hier: die evangelische Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ hatte hier einen Brunnen gebohrt wie in einer Vielzahl weiterer indischen Dörfer. Nun brauchte man nicht mehr kilometerweit an den Fluß zum Wasserholen gehen, der auch als Toilette benutzt wurde.
Nun möchten Sie gern noch wissen, was mein Anlaß war, mich mit dem Thema „Wasser“ zu beschäftigen: bei einem Unwetter am vergangenen Sonntag kam es wie ein Wasserfall durch die Decke meiner Wohnung.
